04:23 05 Dezember 2020
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    Die Unterzeichnung des Memorandums über die Schaffung von Sicherheitszonen in Syrien wird zeigen, ob die USA zu einer friedlichen Regelung des Konflikts in der Region bereit sind. Diese Meinung äußerte der Vize-Vorsitzende des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses im Russischen Föderationsrat, Franz Klinzewitsch, am Donnerstag.

    Eine der Hauptfragen, die nach der Unterzeichnung dieses Memorandums erstehen werden, sieht der Politiker in der Position der USA.

    „Ich denke, sie haben bereits oder werden in Kürze den Vorschlag erhalten, sich dem Memorandum anzuschließen“, so Klinzewitsch. „Kurzum, für die Amerikaner wird die Stunde der Wahrheit schlagen. In der nächsten Zeit wird endlich klar sein, ob sie bereit sind, auf den Frieden in Syrien hinzuarbeiten“, zitiert ihn sein Pressedienst.

    Die Verabschiedung des Memorandums sei ein ernsthafter Schritt zur friedlichen Beilegung des innersyrischen Konflikts, meinte er im Weiteren. „Schon allein die Tatsache, dass ein Konsens zu den Punkten des Memorandums in kürzester Zeit erzielt werden konnte, zeugt von einem realen Interesse der Seiten – Russlands, der Türkei und des Irans – am Erfolg der Initiative“, sagte Klinzewitsch und ergänzte: „Natürlich rechnet niemand damit, dass alles glatt verlaufen wird. Viele Fragen werden sozusagen im Prozess geregelt werden müssen.“

    Seines Erachtens müsse zuerst festgelegt werden, wer konkret die einander gegenüberstehenden Seiten voneinander trennen und sich an den Grenzen der Sicherheitszonen befinden werde. „Klar ist, dass es sich um recht starke Militärkontingente handeln muss, die über große Befugnisse verfügen“, meinte der russische Politiker.

    Russland hatte zuvor vorgeschlagen, in Syrien vier Deeskalationszonen zu schaffen: in der Provinz Idlib, nördlich von Homs, in Ost-Ghuta und in Südsyrien. Wie berichtet wurde, wurde ein entsprechendes Memorandum am heutigen Donnerstag unterzeichnet

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    Tags:
    Einführung, Schutzzonen, Friedensgespräche, Franz Klinzewitsch, USA, Türkei, Iran, Astana, Russland, Syrien