16:30 20 Juli 2017
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    Moskau: Deeskalationszonen in Syrien für US-Koalition tabu

    © REUTERS/ Master Sgt. Kevin J. Gruenwald
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    Die Zivilisten-Schutzzonen in Syrien, die bei den Friedensgesprächen in Astana vereinbart worden sind, sind für die Jets der US-geführten Koalition ab sofort gesperrt. Das teilte Alexander Lawrentjew, Syrien-Beauftragter des russischen Präsidenten Wladimir Putin, am Freitag mit.

    Der Iran, Russland und die Türkei hatten am Donnerstag in Astana ein Memorandum unterzeichnet, wonach vier Gebiete in Syrien  zu „Zonen der Deeskalation“ werden sollen. Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, unterstützte diesen Vorstoß.

    „Was die US-geführte Koalition angeht, so sind diese Zonen für deren Flüge ab dem jetzigen Zeitpunkt geschlossen“, sagte Lawrentjew laut russischen Medien. Auch wenn das Flugverbot im Memorandum nicht explizit erwähnt sei, „werden die Flüge über diesen Gebieten eingestellt.“ „Wir als Garanten werden darauf aufpassen.“

    Der russische Vize-Außenminister Michail Bogdanow schloss seinerseits nicht aus, dass die USA bei der Überwachung der Deeskalationszonen eine Rolle spielen könnten.

    Diese Fragen müssten von Militärs und Experten diskutiert werden. „Natürlich muss dabei die Meinung der syrischen Parteien ausschlaggebend sein, vor allem die der legitimen Regierung“, sagte Bogdanow. „Das hängt nicht nur von uns ab. Man muss die Amerikaner fragen, ob sie es selbst wollen, und auch die anderen involvierten Parteien.“

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    Tags:
    Syrien, USA, Russland
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