05:46 12 Dezember 2018
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    Militärstützpunkt Incirlik in der Türkei

    Experte: 800 US-Militärbasen weltweit erhöhen Risiko von Atomkrieg

    © AFP 2018 / Tarik Tinazay
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    Das Risiko eines nuklearen Konflikts wächst infolge der US-amerikanischen Präsenz auf der koreanischen Halbinsel. Das erklärte Antonio Barreto, Präsident des Brasilianischen Zentrums für Solidarität und Friedensbemühungen (Cebrapaz), in einem Sputnik-Interview.

    Neben Vertretern von 30 anderen Ländern nahm er in Guantanamo (Kuba) am 5. Seminar für Frieden und Schließung ausländischer Militärbasen teil.

    „Wir Friedenskämpfer rufen auf, alle Militärbasen im Ausland aufzulösen. Eine groß angelegte Kampagne ist gerade jetzt erforderlich, da wir an der Schwelle eines militärischen Konflikts unter möglichem Einsatz von Atomwaffen auf der koreanischen Halbinsel stehen“, warnte Barreto.

    US-Soldaten in Dschibuti
    © Flickr / U.S. Naval Forces Central Command/U.S. Fifth Fleet
    „Diese vom US-amerikanischen Imperialismus initiierten Stützpunkte bedrohen die gesamte Menschheit. Die USA haben derzeit rund 800 Militärbasen auf allen Kontinenten. Die gegenwärtige US-Regierung mit Präsident Donald Trump an der Spitze ist nicht bestrebt, die Zahl der Basen zu reduzieren. Ganz im Gegenteil. Es werden immer neue gebaut.“ Als Beispiel führte der Aktivist Argentinien und Kolumbien an.

    Das vom Weltfriedensrat unter Teilnahme der Organisation der Solidarität mit den Völkern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas (OSPAAL) organisierte Seminar geht am (heutigen) Samstag zu Ende.

     

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    Tags:
    Gefahr, Atomkrieg, Militärbasen, Antonio Barreto, Kuba, Guantanamo