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11:10 20 Oktober 2019
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    Schachpartie (Symbolbild)

    Russland setzt USA in der Arktis schachmatt – US-Admiral

    © Foto: Pixabay/CC0 Public Domain
    Politik
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    Die USA riskieren den Verlust ihres Einflusses in der Arktis, wo Russland seine militärische Präsenz und sein Industriepotential schnell aufstockt. Dies erklärte der Befehlshaber der US-Küstenwache, Admiral Paul Zukunft, laut dem US-Magazin „Foreign Policy“ auf einer Konferenz im Zentrum für strategische und internationale Studien.

    Der Admiral verwies demnach auf die Tatsache, dass es Washington an technischen Möglichkeiten zur Erschließung der nördlichen Regionen mangele. Verfüge Russland über 40 Eisbrecher, so seien es in den USA nur zwei, von denen sogar nur einer in den Hohen Breiten agieren könne.

    Zukunft vertritt die Meinung, dass jene Länder, die Interessen in der Arktis besitzen, Russland noch lange würden einholen müssen. Wie er jedoch betonte, verstärke Moskau seine Präsenz nicht etwa für den Kampf mit „geopolitischen Gegnern“. „Die Aktivität der Russen ist vom Standpunkt ihrer Wirtschaft gerechtfertigt. Das ist die Schlüsselregion für die Wirtschaft des Landes“, ist der Chef der US-Küstenwache überzeugt.

    Einzigartig im Eis: Russische Militärbasis in der Arktis

    Wie er ferner anmerkte, eröffne das Tauen der Eisfelder in der Arktis einen großen Raum für die Wirtschaftstätigkeit im Polargebiet. Vor allem betreffe das die Förderung von Bodenschätzen.

    „Sie haben jetzt alle Figuren auf dem Brett, wir aber nur einen Bauern oder einen Turm. Wenn wir uns die arktische Schachpartie anschauen, so wird uns klar, dass sie uns gleich zu Anfang der Partie schachmatt gesetzt haben“, zitiert „Foreign Policy“ die von Admiral Zukunft gezogene Bilanz.

    Wie der Admiral zuvor erklärt hatte, sollen die USA im Niveau ihrer Bereitschaft zur Erschließung der Arktis kritisch hinter Russland zurückgeblieben sein. Er habe die amerikanischen Behörden aufgefordert, das Programm zum Bau schwerer Eisbrecher so schnell wie möglich wiederaufzunehmen.

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    Tags:
    Paul Zukunft, USA, Arktis, Russland