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12:23 17 Juli 2019
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    Generalprobe einer Marine-Parade in St. Petersburg (Archiv)

    Marine-Parade in St. Petersburg von Tomahawks bedroht? - Marineoffizier dementiert

    © Sputnik / Igor Russak
    Politik
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    Zwei Tage vor den Feierlichkeiten anlässlich des Sieges Russlands im Großen Vaterländischen Krieg (1941-1945) haben Schiffe der Baltischen Flotte die einstige Zarenmetropole St. Petersburg plötzlich verlassen. Das schreibt die örtliche Internetzeitung fontanka.ru am Sonntag.

    Die meisten Kriegsschiffe, die an der Marine-Parade am 9. Mai teilnehmen sollten, liefen aus St. Petersburg am frühen Samstagmorgen aus. Die Korvette „Stoiki“ und der U-Boot-Jäger „Urengoi“ kehrten am Samstagabend mit kompletter Bewaffnung auf die Reede zurück, die „Stoiki“ aktivierte ihre Luftabwehrsysteme.

    Das Verteidigungsministerium wollte die Umdislozierungen nicht kommentieren. Ein Sprecher teilte fontanka.ru mit, dass die Marine-Parade am 9. Mai abgesagt wurde. Fontanka.ru führte die Entscheidung auf die Präsenz des Zerstörers USS Carney in der Danziger Bucht zurück. Der russische Flottenverband wäre bei der Parade völlig schutzlos gegen einen möglichen Angriff mit Tomahawk-Raketen der USS Carney sein. Die Angaben wurden von einem ranghohen Offizier der Baltischen Flotte dementiert: Die Parade sei nicht abgesagt worden, sagte er am Sonntag.

    Die Parade werde doch noch stattfinden, allerdings in einer kleineren Besetzung. Dabei behauptete der Offizier, der anonym bleiben wollte, dass die Entscheidung nicht mit der Präsenz des US-Zerstörers in der Reichweite seiner Raketen zu St. Petersburg zusammenhängt.

    Fontanka.ru zufolge wurde an Bord der Schiffe, die die Reede von St. Petersburg verlassen hatten, Munition geladen. Zudem wurden alle Schiffe nachgetankt.

    Die USS Carney hatte zuvor am NATO-Manöver Joint Warrior vor der britischen Küste teilgenommen. Derzeit patrouilliert der Zerstörer europäische Gewässer „im Interesse der nationalen Sicherheit der USA“, hieß es auf der Facebook-Seite des Schiffes. An Bord befinden sich zwei Aegis-Startanlagen mit 90 Marschflugkörpern, darunter möglicherweise auch mit Tomahawk-Raketen.

     

     

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    Tags:
    Absage, US-Zerstörer, Dementi, Marine-Parade, St. Petersburg, Russland