18:43 15 November 2019
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    Präsidentschaftswahl in Frankreich

    Vier Varianten für den Ausgang der Frankreich-Wahl – Zeitung

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    Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich 2017 (131)
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    Die französische Zeitung „Le Parisien“ sieht für den Ausgang der Stichwahl der Präsidentschaftswahl in Frankreich vier mögliche Varianten, darunter auch einen Wahlsieg der Kandidatin der Partei Front National, Marine Le Pen, wie sie in ihrer Ausgabe vom Sonntag schreibt.

    Laut der Zeitung wird der Begründer der Bewegung „En marche“, der Ex-Wirtschaftsminister Emmanuel Macron, Le Pen höchstwahrscheinlich besiegen. Das Ergebnis könne jedoch unterschiedlich ausfallen. So könnte Macron ganze 65 Prozent der Stimmen erhalten, seine Konkurrentin nur 35 Prozent.

    Wie den zuletzt veröffentlichten Meinungsumfragen zu entnehmen ist, wird Le Pen von einem Drittel der Franzosen unterstützt. Laut einer Umfrage des französischen Meinungsforschungsinstituts Ifop könnte Macron mit 63 zu 37 Prozent siegen, gemäß einer Umfrage des Unternehmens Ipsos Sopra Steria würde im Le Pen ihm mit 38,5 zu 61,5 Prozent unterliegen.

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    Die Zeitung vermutet, dass Macron auch einen Wahlsieg „im Stil von Jacques Chirac von 2002“ erzielen und mit 80 zu 20 Prozent der Wählerstimmen dominieren könnte. Eine andere Variante sei, dass 55 Prozent Macron bevorzugen und 45 Prozent Le Pen. Ein derartiger Wahlsieg würde für Le Pen eine „Niederlage mit einem Sieges-Beigeschmack“ bedeuten. Für Macron würde ein solches Ergebnis zweifellos den Einzug in den Elysée-Palast bedeuten, doch es wäre unzureichend, um „das Land zu regieren“.

    Allerdings schließt „Le Parisien“ auch  Le Pens Wahlsieg nicht aus, obwohl sich „niemand das auch nur vorstellen könnte“ – 50,1 für die Kandidatin der Front National und 49,9 Prozent für den Chef der Bewegung „En marche“. Wie die Zeitung schreibt, würde dies „ein Erdbeben in jedem Sinne sein, und nicht nur in politischer Hinsicht“. In diesem Fall räumt das Blatt ein, dass der „Elysée-Palast nur die erste Etappe“ sein würde, denn das Team von Le Pen müsste dann auch bei den Parlamentswahlen im Juni die Mehrheit bekommen.

    In der ersten Runde der Präsidentschaftswahl am 23. April erhielt Macron 24,1 Prozent der Wählerstimmen, Le Pen brachte es auf 21,3 Prozent.

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