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08:51 21 September 2019
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    Ein Wahlplakat von Emmanuel Macron in Paris

    Experte: Wie Frankreichs Russland-Politik unter Macron aussehen könnte

    © REUTERS / Eric Gaillard
    Politik
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    Die Russland-Politik des Begründers der Bewegung „En marche“, Emmanuel Macron, wird sich im Falle seines Wahlsieges in Frankreich vermutlich kaum von der des jetzigen Staatschefs François Hollande unterscheiden: Die Beziehungen werden schwierig bleiben, behauptet Prof. Ziad Majed von der American University in Paris im Gespräch mit RIA Novosti.

    Macrons Außenpolitik wird dem Experten zufolge jenem Vektor folgen, der sich unter Hollande herausgebildet hat: „Sie wird auf die Beziehungen zu Deutschland konzentriert sein, insbesondere nach Großbritanniens Austritt aus der Europäischen Union.“

    „In Bezug auf die Beziehungen zu Russland wird Macron der von Hollande gewählten Politik folgen, das heißt die Beziehungen werden so bleiben wie unter Hollande – schwierig und nicht freundschaftlich“, so der aus dem Libanon stammende französische Politikwissenschaftler.

    Was die Beziehungen zum offiziellen Damaskus betrifft, so werde Macron auch hier die von François betriebene Politik fortsetzen. Majed zufolge werde dessen Priorität „der Kampf gegen den IS ohne die Anerkennung Baschar al-Assads als Partner in diesem Krieg bleiben“.

    „Er wird Hollandes Syrien-Politik fortsetzen“, sagte Ziad Majed. „Dies aber mit mehr Vorsicht in Erwartung einer neuen Herangehensweise der USA an Damaskus.“

    Bei der Stichwahl in Frankreich um das höchste Amt des Landes treten am heutigen Sonntag Emmanuel Macron, der beim ersten Urnengang 24,01 Prozent der Stimmen gewann, und die Kandidatin der Partei Front National, Marine Le Pen, die am 23. April die Unterstützung von 21,3 Prozent der Wähler bekommen hatte, erneut gegeneinander an.

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    Tags:
    Ziad Majed, Emmanuel Macron, Russland, Frankreich