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14:31 17 Oktober 2019
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    Militär von Nordkorea

    Moskau hat Lösung für nordkoreanisches Atomproblem parat

    © Sputnik / Ilja Pitalew
    Politik
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    Die Erfahrung, die man bei der Erzielung des Atom-Deals mit dem Iran gesammelt hat, kann laut Michail Uljanow, Ressortleiter für Nichtweiterverbreitung und Rüstungskontrolle im russischen Außenministerium, auch bei der Frage der Atomabrüstung der Koreanischen Halbinsel angewendet werden.

    „Die gewisse iranische Erfahrung kann bei der Regelung der aktuellen und explosionsgefährlichen Bedrohung gegenüber dem Regime der Nichtverbreitung von Atomwaffen – des Atomproblems der Koreanischen Halbinsel – tatsächlich nützlich und anwendbar sein“, sagte Uljanow bei der ersten Sitzung des Vorbereitungskomitees zur Konferenz 2020 zur Prüfung der Geltung des Atomwaffensperrvertrags.

    Es gehe dabei vor allem um die Möglichkeit, schwierige Probleme mittels politischer, diplomatischer und akribischer Verhandlungen zu lösen. „Genau dies fehlt derzeit auf der Koreanischen Halbinsel“, betonte Uljanow.

    Er unterstrich, dass Russland den durch Nordkorea selbsterklärten Atomstatus nicht akzeptiere und der Zuversicht sei, dass Pjöngjangs Kurs auf den Aufbau des Raketen- und Atompotentials zur Gewährleistung der Sicherheit des Landes keinesfalls beitragen werde. „Wir treten für die strikte Umsetzung der entsprechenden Entscheidungen des UN-Sicherheitsrates seitens Pjöngjangs, für die Einstellung von Raketen- und Atomtests und die Rückkehr zu dem Regime des Atomwaffensperrvertrags ein“, so Uljanow. Dabei sei es jedoch sehr wichtig, dass die restriktiven Maßnahmen gegen Nordkorea nicht zu einer Verengung von Möglichkeiten zu der Aufnahme von Verhandlungen und der Verschärfung der humanitären Situation auf der Koreanischen Halbinsel führten.

    Die Situation auf der Koreanischen Halbinsel ist seit Anfang 2016 angespannt, als Pjöngjang einen Atomtest vornahm und später eine Trägerrakete mit einem Satelliten startete. Im September 2016 führte Nordkorea einen weiteren Atomtest durch. Innerhalb des vergangenen Jahres erfolgten mindestens 20 Raketenteststarts in Nordkorea.

    Nachdem Nordkorea am 6. März ballistische Raketen gestartet hatte, begannen die USA mit der Verlegung von Teilen des Raketenabwehrsystems THAAD nach Südkorea. Seoul plant, das System bis Ende dieses Jahres vollständig zu stationieren.

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    Atomabrüstung, Verhandlungen, Regelung, Raketentest, Sicherheit, UN-Sicherheitsrat, Michail Uljanow, Koreanische Halbinsel, Nordkorea, Russland