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17:24 15 Oktober 2019
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    Sergej Lawrow und Donald Trump bei Verhandlugen in Washington

    Lawrow-Trump-Treffen: Wie Moskau und Washington in Syrien nun vorgehen wollen

    © AP Photo / Russian Foreign Ministry
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    Eine Lösung für Syrien? (2017) (230)
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    Der Sieg über den Terror und nicht der Sturz von Baschar Assad ist laut Präsident Donald Trump das US-Hauptziel in Syrien. Russland begrüßt laut Außenminister Sergej Lawrow jeden Beitrag der US-Seite zur Gewährleistung der dortigen Sicherheit. Lesen Sie hier, worauf sich die beiden Politiker bei ihren Gesprächen zu diesem Thema verständigt haben.

    Lawrow zufolge bestätigte Trump bei den gemeinsamen Verhandlungen am Mittwoch, dass die Hauptaufgabe der USA in Syrien der Sieg über den Terror sei. „Hier sind wir absolut solidarisch“, betonte der russische Topdiplomat.

    „Man muss alle terroristischen Erscheinungen in Syrien unterbinden und nicht zulassen, dass sie sich zu einem Feuerherd des Extremismus, der Instabilität entwickeln – nicht das zulassen, was im Irak und in Libyen geschah“, so Lawrow. „Im Falle des Irak und Libyens war die progressive Weltgemeinschaft von der Notwendigkeit besessen, eine Person zu stürzen – Saddam Hussein im Irak und Gaddafi in Libyen. Wozu hat dies geführt? Das sehen wir ganz deutlich“, so Lawrow weiter.

    Aus diesem Grund sollte man bei der Regelung der Syrien-Krise eine Lehre aus den alten Fehlern ziehen und sich darauf konzentrieren, den Terrorismus auszurotten, und nicht auf den Sturz eines konkreten Präsidenten setzen.

    Gleichzeitig bat der US-Präsident bei seinem Treffen mit Lawrow jedoch die russische Seite, „Assads Regime, den Iran und Teherans Verbündete aufzuhalten“. Laut Trump ist eine umfassendere Zusammenarbeit der Vereinigten Staaten und der Russischen Föderation in Bezug auf die Lösung der Konflikte im Nahen Osten sowie in anderen Orten allerdings von Nöten und auch möglich.

    Bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Verhandlungen teilte Trump zudem mit, dass die USA und Russland gemeinsam „den schrecklichen Morden in Syrien möglichst bald ein Ende setzen wollen“ und in diese Richtung hinarbeiten.

    Laut Lawrow besprach er am heutigen Mittwoch gemeinsam mit Trump und dem US-Außenminister Rex Tillerson die Gründung von Schutzzonen in Syrien.

    „Wir haben ein gemeinsames Verständnis darüber, dass dies ein Schritt zum Ende der Gewalt auf dem ganzen Territorium der Syrischen Arabischen Republik sein soll. Ein Schritt, der helfen wird, die humanitären Probleme zu lösen und feste Grundlagen für eine politische Regulierung auf Basis der UN-Resolution 2254 zu schaffen“, so Lawrow.

    Zuvor war während der Syrien-Gespräche in Astana vorgeschlagen worden, in Syrien vier Schutzzonen (sogenannte Deeskalationszonen) zu schaffen, darunter auch im Süden des Landes, wo die USA Lawrow zufolge besonders an einer Stabilisierung der Lage interessiert sind.

    „Wir sind bereit zusammenzuarbeiten, und haben heute konkrete Wege besprochen“, so der russische Außenminister. Russland werde jeden US-Beitrag zur Schaffung der Schutzzonen begrüßen und hoffe, dass die Vereinigten Staaten damit eine aktive Rolle bei der Gewährleistung der Sicherheit in Syrien spielen werden. Darüber hinaus hoffe Russland, dass die USA einen direkten Beitrag zur Überwachung des Waffenstillstandes leisten würden.

    Die Gespräche von Lawrow und Trump im Weißen Haus dauerten am Mittwoch mehr als eine Stunde. Dem Treffen wohnte auch der russische Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, bei.

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    Tags:
    Schutzzonen, Syrien-Regelung, Syrien-Krise, Donald Trump, Sergej Lawrow, Syrien, USA, Russland