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    die in einem Schaufenster widergespiegelte Silhouette von Kreml

    Differenzen zwischen Moskau und Washington noch bedeutend – Ex-US-Botschafter

    © REUTERS / Maxim Shemetov
    Politik
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    Der Dialog zwischen Russland und den USA auf hoher Ebene ist wichtig, um die Spannung abzubauen, die Unstimmigkeiten in den von Moskau und Washington vertretenen Positionen sind jedoch bedeutend. Dies sagte der frühere US-Botschafter in Moskau und Ex-Vizegeneralsekretär der Nato, Alexander Vershbow, im Gespräch mit RIA Novosti.

    Er kommentierte damit die in Washington geführten Gespräche des russischen Außenministers Sergej Lawrow mit dem Außenminister und dem Präsidenten der USA.

    „Obwohl der Dialog auf hoher Ebene für den Abbau der Spannung erforderlich ist, sind die Unterschiede in den Positionen zwischen Moskau und Washington bedeutend, und sie zu beizulegen, wird nicht einfach sein“, teilte der amerikanische Diplomat mit.

    Wie Vershbow anmerkte, wird der Weg zur Aufhebung der Sanktionen „ohne große Bemühungen von Seiten Russlands und seiner Schützlinge im Osten der Ukraine zur Umsetzung der Minsker Abkommen nach wie vor blockiert bleiben, wie dies Außenminister Tillerson erklärte“.

     „Ich hoffe, dass sich der Dialog über diplomatische Kanäle in den nächsten Wochen zwischen den USA und Russland verstärkt, um den Verhandlungen im ‚Normadie-Format‘ zur Herstellung eines ständigen Regimes der Waffenruhe und zum Erstellen eines ‚Fahrplanes‘ zur vollen Umsetzung der Minsker Abkommen einen neuen Impuls zu verleihen“, resümierte Vershbow.

    Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte bei dem seit Jahren ersten Besuch in Washington Gespräche mit seinem Amtskollegen Rex Tillerson und US-Präsident Donald Trump geführt. Es hieß, dass Moskau und Washington trotz aller Schwierigkeiten die Regelung internationaler Probleme, darunter in Syrien, gemeinsam „voranbringen können und müssen“.

    Wie Lawrow erklärte, wird Russland „einen beliebigen Beitrag der USA“ zum Funktionieren der Deeskalationszonen in Syrien begrüßen.  Nach der in den letzten Monaten entstandenen „Tradition“ war Lawrow vor und nach den Gesprächen in Washington  hinsichtlich einer möglichen Einmischung Russlands in die Wahlen in den USA gefragt worden, umso mehr, wo sein Besuch mit der Entlassung des FBI-Direktors  James Comey zusammenfiel.

    Experten bezeichneten die in den USA geführten Konsultationen als eine Etappe zur Vorbereitung des Treffens der Präsidenten beider Länder, das, wie Lawrow bestätigte, im Juli geplant ist.

    Die Unterredung zwischen Lawrow und Tillerson sollte ursprünglich am Rande einer Ministersitzung des Arktischen Rates auf Alaska stattfinden. Es wurde jedoch entschieden, die Gespräche direkt in Washington zu führen, das Lawrow zuletzt im Herbst 2014 besucht hatte.

    Ex-Nato-Vizechef Alexander Vershbow (Archivbild)
    © REUTERS / David Mdzinarishvili
    Ex-Nato-Vizechef Alexander Vershbow (Archivbild)

    Zudem war am frühen Mittwochmorgen bekannt geworden, dass US-Präsident Donald Trump Lawrow empfangen werde. Insgesamt  dauerten die Gespräche im Weißen Haus und im US-Außenministerium mehr als zwei Stunden.

    Wie Lawrow danach sagte, „können und müssen unsere Länder ungeachtet aller bekannten Schwierigkeiten gemeinsam bei der Regelung der Schlüsselprobleme der internationalen Agenda helfen“. Darunter bei der palästinensisch-israelischen Regelung, beim Ukraine-Konflikt und bei der Situation in Afghanistan.

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    Tags:
    Internationale Beziehungen, Normandie-Format, Treffen, Rex Tillerson, Donald Trump, Alexander Vershbow, Sergej Lawrow, USA, Washington, Russland