10:02 10 Dezember 2019
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    Angeblicher Giftgasangriff in der Nähe der Ortschaft Chan Scheichun in der syrischen Provinz Idlib

    Experte: Westen will Ermittlungen zur Gasattacke in Syrien nach Kräften verhindern

    © REUTERS / Social Media Website via Reuters TV
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    Westliche Länder wollen objektive Ermittlungen zur „Gasattacke“ im syrischen Chan Scheichun nach Kräften verhindern, weil die Anschuldigungen an die Adresse der syrischen Regierung weder Hand noch Fuß haben. Diese Ansicht vertrat Michail Uljanow vom russischen Außenministerium am Freitag.

    „Ich habe den Eindruck, dass unsere westlichen Partner diese Ermittlungen mit allen Mitteln stoppen wollen. Zudem ist Sarin ein nicht sonderlich stabiler Stoff. Daher wird es bald ziemlich problematisch sein, seine Spuren nachzuweisen“, sagte der Direktor des Departements Nichtweitergabe und Rüstungskontrolle im russischen Außenamt.

    Der Westen wirke der objektiven Ermittlung sehr aktiv entgegen. Das zeuge davon, dass er nicht fest davon überzeugt sei, dass Damaskus diesen Giftgasangriff auf dem Kerbholz habe. „Der Westen möchte verhindern, dass die Ermittler zum Schluss gelangen, die Attacke sei von den Milizen der Dschebhat an-Nusra und von anderen Terrornetzwerken verübt worden“, sagte Uljanow.

    Die syrische Opposition hatte am 4. April erklärt, dass bei einer Giftgasattacke auf Chan Scheichun in der Provinz Idlib 80 Menschen getötet und rund 200 verletzt wurden. Die Opposition machte die Regierung in Damaskus für den Angriff verantwortlich.

    Die syrischen Behörden wiesen alle Anschuldigungen zurück und erklärten, dass sie Kampfstoffe weder gegen friedliche Einwohner noch gegen die Terroristen eingesetzt hatten. Dabei erinnerte Damaskus daran, dass das gesamte Kampfstoffarsenal Syriens unter Kontrolle der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) unschädlich gemacht wurde.

     

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    Tags:
    Beweismangel, Westen, Ermittlungen, Giftgasattacke, Syrien, Russland