03:20 03 Juni 2020
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    Die russische Botschaft in Großbritannien hat am Samstag auf Twitter auf die jüngste Warnung des britischen Außenministers Boris Johnson vor einer möglichen Einmischung Russlands in die Parlamentswahl ironisch reagiert.

    „Boris Johnson hat #Russiansdidit übertroffen. Ihm fehlen die Argumente im Wahlkampf“, schrieb die Botschaft auf Twitter.

    #Russiansdidit (zu Dt.: Die Russen haben’s getan) ist ein viraler Hashtag, mit dem jegliche unangenehme Situationen beschrieben werden, die der russischen Regierung zugeschrieben werden könnten. 

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    Zuvor hatte Johnson in einem Interview mit der Zeitung „The Telegraph“ seine Besorgtheit darüber geäußert, dass sich Russland auf den Wahlkampf in Großbritannien auswirken könnte, wie es dies „bereits in den USA und Frankreich getan hat“. Ihm zufolge müssen britische Politiker vorsichtig sein.

    Nach den zahlreichen Vorwürfen Washingtons, russische Hacker hätten den US-Wahlausgang maßgeblich beeinflusst, wächst in mehreren europäischen Länder im Hinblick auf die kommenden Wahlen die Unruhe vor einer möglichen „russischen Einmischung“. Die Administration des Ex-US-Präsidenten Barack Obama hatte mehrmals betont, Russland habe den Republikaner Donald Trump zum Sieg verholfen. Moskau hatte die Anschuldigungen stets von sich gewiesen und betont, die US-Demokraten suchten nach Verantwortlichen für die eigene Wahlniederlage.

    Die Parlamentswahl in Großbritannien findet am 8.  Juni statt.

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    Tags:
    Hacker, Twitter, The Telegraph, Barack Obama, Boris Johnson, USA, Großbritannien, Russland