14:21 25 Juni 2017
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    SPD-Niederlage in NRW

    „Eine Niederlage in dieser Höhe hätte niemand erwartet!“ - Karl Lauterbach (SPD)

    © AFP 2017/ PATRIK STOLLARZ
    Politik
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    Die SPD verliert in NRW und sie verliert Hannelore Kraft als SPD-Landeschefin. Nach dem Rücktritt der einstigen Landesmutti herrscht bei den Sozialdemokraten Ratlosigkeit. "Eine Niederlage in dieser Höhe hätte niemand erwartet", so der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach. Sputnik hat mit ihm exklusiv am Wahlabend in Düsseldorf gesprochen.

    Herr Lauterbach, die Wahl in NRW hat die SPD in eine schwierige Situation gebracht. Hannelore Kraft ist von ihren SPD-Ämtern zurückgetreten. Der Schulz-Effekt hat nicht gezogen. Ist die Rücktrittsentscheidung für Sie richtig?

    Es ist auf jeden Fall sehr zu respektieren, dass sie die Verantwortung übernommen hat. Dafür muss man ihr danken. Es ist ja eine Landtagswahl und keine vorgezogene Bundestagswahl. Aber eine Niederlage in dieser Höhe hätte niemand von uns erwartet. Von daher müssen wir jetzt analysieren, woran es gelegen hat. Wir wissen es an diesem Wahlabend ehrlich gesagt noch nicht.

    Nun ist NRW nicht der Bund. Was muss die SPD mit Blick auf die Bundestagswahl anders machen?

    Aus der NRW-Wahl lässt sich für die Bundestagswahl wenig gewinnen. Wir können jetzt also nicht spekulieren, was hier schief gelaufen ist und was für den Bund anders laufen müsste. Die Themen werden andere sein, die Kandidaten werden andere sein. Von daher bereiten wir uns bereits intensiv auf die Bundestagswahl vor. Aber von der NRW-Wahl können wir wenig lernen, weil es hier landespolitische Themen waren, die das bestimmt haben.

    Ist Armin Laschet und die CDU dann für Sie zu Recht der Wahlsieger? Denn er hat ja offensichtlich mehr Wähler mit seinen Themen angesprochen…

    Laschet hat gewonnen und das muss man akzeptieren. Von mir an dieser Stelle auch einen Glückwunsch. Wir werden jetzt sehen, in welcher Koalition er regiert. Ich wünsche mir für ihn auf jeden Fall eine gute Hand und viel Erfolg.


    Interview: Marcel Joppa

    Tags:
    SPD, FDP, CDU, Armin Laschet, Karl Lauterbach, Nordrhein-Westfalen
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