10:54 15 August 2020
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    Für den jüngsten Cyberangriff mit dem Erpresser-Virus „WannyCry“, von dem 150 Länder betroffen worden sind, hat der US-Softwareriese Microsoft die US-Regierung mitverantwortlich gemacht. Deren Geheimdienste hätten durch ihr Vorgehen einen solchen Angriff erst ermöglicht.

    Wie Microsoft-Rechtsvorstand Brad Smith in einem Blogeintrag schreibt, war der Angriff möglich geworden, weil die Geheimdienste CIA und NSA Daten zu Software-Verwundbarkeiten „gehortet“ hätten.

    „Wir haben gesehen, wie die Verwundbarkeits-Daten, die die CIA gesammelt hat, bei WikiLeaks auftauchten, und nun haben diese Daten, die von der NSA gestohlen wurden, zahlreiche Nutzer weltweit betroffen“, so Smith.

    Smith verglich die Cyberattacke mit einem theoretischen Diebstahl einiger Tomahawk-Raketen der US-Armee. Er rief die Regierungen dazu auf, den Cyberangriff als Weckruf zu begreifen und entdeckte Sicherheitslücken an Softwareunternehmen zu melden, anstatt sie zu horten, zu verkaufen oder selbst zu benutzen.

    Am Freitag war ein massiver Cyberangriff mit der Erpressersoftware "WannaCry" passiert. Weltweit wurden Rechner von einem Virus befallen, der sie verschlüsselte und Lösegeld verlangte. Insgesamt sollen etwa 200.000 Computer in 150 Ländern Opfer des Angriffs geworden sein. Betroffen wurden unter anderem Krankenhäuser in Großbritannien, die Deutsche Bahn sowie Regierungsbehörden in aller Welt.

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    Tags:
    Cyberangriff, Virus, Microsoft, USA