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14:35 16 Oktober 2019
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    Treffen Lawrow-Trump

    Weißes Haus: Darüber haben Trump und Lawrow tatsächlich gesprochen

    © AFP 2019 / HO / RUSSIAN FOREIGN MINISTRY / AFP
    Politik
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    Der russische Außenminister Sergej Lawrow und US-Präsident Donald Trump haben entgegen Zeitungsberichten "vollkommen angemessene" Themen besprochen, teilte Trumps Sicherheitsberaters Herbert Raymond McMaster auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus mit. Angesprochen worden sei unter anderem der Sprengstoffanschlag in der russischen A321 über Sinai.

    Zuvor hatte die Zeitung „The Washington Post“ gemeldet, dass Trump Lawrow bei ihrem Treffen im Weißen Haus Geheimdaten über die Terrormiliz Islamischer Staat (auch IS, Daesh) übergeben haben soll.

    McMaster hat nun mehrmals betont, dass die an Lawrow weitergegebenen Informationen jedoch „vollkommen angemessen“ gewesen seien und den Zielen des Gesprächs entsprochen hätten. Es sei ein „Routine-Informationsaustausch“ wie bei allen anderen Treffen mit anderen Politikern gewesen.

    Der Berater teilte auch erneut mit,  dass der Bericht der Washington Post in dem Sinne nicht der Wahrheit entspreche, dass während des Gesprächs angeblich ein sicherheitspolitischer Fehler begangen worden sei.

    Die Frage, ob der US-Präsident geheime Daten an Lawrow weitergegeben habe, ließ McMaster dabei jedoch unbeantwortet.

    „Vielleicht gebe ich damit ein Statement ab, aber der Präsident wusste nicht, woher die Daten stammten, er wurde auch nicht über die Informationsquelle oder die Methoden der Informationsbeschaffung in Kenntnis gesetzt“, so McMaster.

    Im Laufe des Gesprächs habe Trump über terroristische Gefahren und den Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat gesprochen und das „gemeinsame Interesse“ der USA und Russlands in diesem Bereich hervorgehoben. Beide Länder sollten laut Trump „in solchen entscheidenden Bereichen zusammenarbeiten“.

    „Diese Organisation (IS, Anm. d. Red.) hat bereits ein russisches Flugzeug zum Absturz gebracht und über 200 Menschen im Oktober 2015 ermordet. Genau ein solcher Kontext herrschte im Gespräch und in diesem Kontext war es vollkommen angemessen mitzuteilen, was für eine Bedrohung es war — als eine Grundlage für gemeinsames Handeln und Koordinierung.“

    US-Präsident Donald Trump hatte zuvor selbst nach dem neuen Skandal um sein Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow an sein „absolutes Recht“ erinnert, mit Russland Daten zu teilen.

    „Als Präsident wollte ich mit Russland (bei dem geplanten Treffen im Weißen Haus) Fakten teilen – wozu ich auch absolut berechtigt bin – die den Terrorismus und die Luftverkehrssicherheit betreffen“, schrieb er am Dienstag auf Twitter.

    Die A321 der sibirischen Kogalymavia, die vom Badeort Scharm al-Scheich nach St. Petersburg unterwegs war, stürzte am 31. Oktober 2015 in der Wüste über Sinai ab. Laut Ermittlern gab es an Bord einen Sprengstoffanschlag. Alle 224 Insassen kamen ums Leben.

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    Tags:
    A-321, Airbus A321, Herbert McMaster, Donald Trump, Sergej Lawrow, Sinai-Halbinsel, Russland, USA