20:42 05 Dezember 2019
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    Populäres russisches Sozialnetzwerk VKontakte

    Experte: Sperren russischer Websites kommt ukrainischem Fiskus teuer zu stehen

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    Das Sperren russischer Websites durch Kiew wird der krisengeschüttelten Ukraine teuer zu stehen kommen. Der Chef der Internet-Vereinigung der Ukraine, Alexander Fedijenko, schätzte die Kosten auf etwa eine Milliarde US-Dollar. Zudem werde der gesamte Prozess rund zwei Jahre in Anspruch nehmen, sagte er am Dienstag dem TV-Sender 112 Ukraine.

    „Sprechen wir vom jüngsten Dekret des Präsidenten, sollte es erfüllt werden, nachdem es in Kraft getreten ist. Sprechen wir aber von weiteren Handlungen, werden wir ein bis zwei Jahre und eine Milliarde Dollar brauchen“, sagte der Experte.

    Es sei durchaus möglich, Internetseiten zu sperren. „Höchstwahrscheinlich werden wir aber nicht einzelne Seiten, sondern das gesamte autonome System blockieren, in dem sich diese Seiten und andere Plattformen befinden. Im Endeffekt wird der User weder zu solchen Netzen wie ‚VKontakte‘ noch zu anderen Plattformen des Systems Zugriff bekommen“, sagte Fedijenko.

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    © Foto : Vitaliy Podvitskiy
    Kurz vor dem Wegfall der EU-Visumpflicht für die Ukrainer hat die Regierung in Kiew die populärsten russischen sozialen Netzwerke VKontakte und Odnoklassniki sowie den E-Mail Dienstleister Mail.ru verboten. Am Dienstag bestätigte Präsident Petro Poroschenko einen entsprechenden Beschluss des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung.

    Nach Angaben der Mail.Ru-Gruppe, der diese drei Webplattformen gehören, sind von diesem Verbot mindestens 25 Millionen Ukrainer betroffen – mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung des Landes. Darüber hinaus sanktionierte Kiew die russische Suchmaschine Yandex, die in der Ukraine nach eigenen Angaben elf Millionen Nutzer hat.

     

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    Tags:
    Kosten, Sperren, Sozialnetzwerke, Alexander Fedijenko, Russland, Ukraine