Radio
    „Demokratische Kräfte Syriens“ (SDF) im Norden von Rakka

    Warum Ankara nicht an der Befreiung von Rakka teilnehmen will

    © REUTERS/ Rodi Said
    Politik
    Zum Kurzlink
    23635604

    Die Türkei wird nicht an den Operationen zur Befreiung der syrischen Stadt Rakka von den IS-Terroristen teilnehmen, sollten die USA planen, die kurdischen Volksverteidigungskräfte in Syrien (YPG) mit heranzuziehen, wie der Präsident der Türkei, Recep Tayyip Erdogan, am Donnerstag vor Industriellen und Unternehmern in Istanbul erklärte.

    „Wir haben bei dem Besuch in den USA die Operation in Rakka erörtert und gesehen, dass die USA die Operation in Rakka sensibel wahrnehmen. Wir sagten: Wenn dort die YPG sein sollte, werden wir nicht daran teilnehmen. Sie werden die Operation selbst durchführen müssen. Wenn Sie die Entscheidung zu Rakka so getroffen haben – dann viel Erfolg“, so Erdogan.

    Die Gespräche des US-Präsidenten Donald Trump mit Erdogan fanden am Dienstag in Washington statt, und zwar vor dem Hintergrund der sich  verschärfenden Widersprüche zwischen den beiden Ländern angesichts der jüngsten Entscheidung des US-Präsidenten, die syrischen Kurden zu bewaffnen, die gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ kämpfen. Die Türkei vertrete die offizielle Position, dass die kurdischen Volksverteidigungskräfte in Syrien mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verbunden seien, welche Ankara und auch Washington als terroristische Organisation eingestuft haben.

    Die „Demokratischen Kräfte Syriens“ (SDF), deren Kern die kurdischen Einheiten bilden, kämpfen um die Befreiung der Provinz Rakka von den IS-Kämpfern. Sie werden von der US-Luftwaffe und amerikanischen Spezialeinheiten unterstützt. Wie die SDF erklärten, soll die Offensive zur Befreiung von Rakka im Norden Syriens zu Beginn des Sommers beginnen.

    Zum Thema:

    Kampf um Rakka: “Demokratische Kräfte Syriens” wieder auf dem Vormarsch
    Kurden melden weitere Erfolge in Syrien: Stadt bei Rakka von IS-Terroristen befreit
    Kampf um Rakka: USA setzen auf Kurdenmilizen
    Tags:
    Türkei, Rakka, Syrien
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren