20:11 18 August 2017
SNA Radio
    Julian Assange

    Ecuador fordert Bewegungsfreiheit für Assange

    © Sputnik/ Maxim Blinov
    Politik
    Zum Kurzlink
    WikiLeaks-Gründer Julian Assange (84)
    2647471

    London soll dem WikiLeaks-Gründer Julian Assange die Möglichkeit geben, das Gelände der ecuadorianischen Botschaft zu verlassen. Dazu forderte Ecuadors Außenminister Guillaume Long am Freitag via Twitter auf.

    „Der europäische Haftbefehl ist nicht mehr gültig. Das Vereinigte Königreich soll Assange die Möglichkeit geben, sich ungehindert zu bewegen“, schrieb Guillaume Long in seinem Twitter-Account.

    ​Obwohl die schwedische Staatsanwaltschaft am Freitag die Ermittlungen gegen Assange wegen des Vergewaltigungs-Vorwurfs eingestellt hat, hält die britische Polizei an ihrer Absicht fest, den Wikileaks-Gründer, der sich seit Jahren in der Botschaft Ecuadors in London versteckt, zu verhaften.

    Botschaft Ecuadors in London
    © REUTERS/ Peter Nicholls
    Julian Assange lebt gegenwärtig in der ecuadorianischen Botschaft in London, wo er 2012 Zuflucht gesucht hatte, nachdem er in Großbritannien alle Rechtsmittel gegen einen Antrag Schwedens auf seine Auslieferung ausgeschöpft hatte.

    In Schweden wurden Assange Vergewaltigung und sexuelle Belästigung vorgeworfen. Er wies jedoch alle Beschuldigungen zurück und bezeichnete sie als politisch motiviert. Assange befürchtete, dass Stockholm ihn nach einer Auslieferung an die schwedischen Behörden weiter an die USA überstellen würde, wo ihm wegen der Veröffentlichung von geheimen Informationen bis zu 35 Jahren Haft oder gar die Todesstrafe drohen könnte.

    Themen:
    WikiLeaks-Gründer Julian Assange (84)

    Zum Thema:

    Britische Polizei will Assange verhaften
    Schwedische Staatsanwaltschaft gibt Pressekonferenz zu Assange - VIDEO
    Schwedische Staatsanwaltschaft hebt Vergewaltigungsermittlung gegen Assange auf
    Gefeuert von Trump ... eingestellt bei WikiLeaks? – Assange spaßt
    Tags:
    Bewegungsfreiheit, WikiLeaks, Guillaume Long, Julian Assange, Schweden, USA, Großbritannien, Ecuador
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren