16:03 27 Juni 2017
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    Protestaktion gegen Sperrung der russischen sozialen Netzwerke in Kiew, 19. Mai 2017.

    Klimkin erklärt Europarat Gründe für Sperrung russischer Internetdienste

    © REUTERS/ Valentyn Ogirenko
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    Der Außenminister der Ukraine, Pawlo Klimkin, hat seine Kollegen im Ministerausschuss des Europarates über die gegen russische soziale Netzwerke und Internet-Ressourcen verhängten Sanktionen informiert. Dies teilt am Freitag der Pressedienst des ukrainischen Außenministeriums mit.

    „Der Außenminister der Ukraine hat die Kollegen über die vom Rat für nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine (SNBO) getroffene Entscheidung über die Einführung einzelner einschränkender Maßnahmen (Sanktionen) hinsichtlich der russischen Unternehmen, die in der Ukraine in der IT-Sphäre tätig sind, informiert und hervorgehoben, dass jener Schritt die Antwort auf die Nutzung einzelner russischer internet-Ressourcen im hybriden Krieg sei, der gegen die Ukraine geführt werde“, heißt es in der Mitteilung.

    Klimkin habe in seiner Rede im Europarat für das Programm zur Förderung der Reformen in der Ukraine gedankt, das „mit unmittelbarer und gewichtiger Unterstützung der Europäischen Union umgesetzt wird“.

    Zuvor hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko den Beschluss des Sicherheits- und Verteidigungsrates bestätigt, laut dem die Sanktionsliste gegen Russland erweitert wurde. Insbesondere gilt in der Ukraine fortan ein Zugangsverbot zu den russischen sozialen Netzwerken „VKontakte“ und „Odnoklassniki“ sowie zu den Yandex- und Mail.ru.-Ressourcen. Der diesbezügliche Erlass war am Mittwoch in Kraft getreten.

    Nach Einschätzung des russischen Außenministeriums will Kiew mit der Sperrung dieser sozialen Netzwerke alternative Informationsquellen blockieren.

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    Tags:
    VKontakte, Yandex, Pawel Klimkin
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