18:45 27 Juli 2017
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    Der US Präsident Donald Trump

    Trump-Administration sucht Wege zur Entlassung von US-Sonderermittler zu Russland

    © REUTERS/ Joshua Roberts
    Politik
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    Die Administration des US-Staatschefs Donald Trump betrachtet Möglichkeiten zur Anwendung von ethischen Normen, um die Arbeit des Sonderermittlers Robert Mueller zur angeblichen „Einmischung Russlands“ in die amerikanische Präsidentenwahl zu behindern. Dies berichtet die Agentur Reuters unter Berufung auf eigene Quellen.

    Laut der US-Verfassung dürfen Juristen, die ihre Arbeit im öffentlichen Dienst aufnehmen, binnen zwei Jahren keine Fälle bearbeiten, in denen ihre Ex-Klienten auftreten. Muellers ehemalige Firma, WilmerHale, hatte demnach die Interessen des Schwiegersohns des US-Präsidenten, Jared Kushner, vertreten, der sich wiederum mit Vertretern einer russischen Bank und Trumps Ex-Berater Paul Manafort getroffen hätte.

    Das Justizministerium könnte dieses Argument jedoch möglicherweise zurückweisen, da Mueller Kushner und Manafort nicht direkt vertreten hätte. Im positiven Fall werde der Sonderermittler entlassen.

    Das US-Justizministerium hat zur Untersuchung möglicher Kontakte zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland einen Sonderermittler eingesetzt. Ex-FBI-Chef Mueller soll nun prüfen, ob es geheime Absprachen gab und ob Moskau Einfluss auf die Präsidentenwahl in den USA im November genommen hat. Russland hat bereits mehrmals alle Vorwürfe abgewiesen.

    Trump hatte in der vergangenen Woche Außenminister Sergej Lawrow im Weißen Haus empfangen. Die „Washington Post“ berichtete daraufhin, Lawrow habe von Trump hochsensibles Geheimdienstmaterial zugespielt bekommen. Das Weiße Haus dementierte diese Meldung umgehend. Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Vorwürfe, es seien Geheiminformationen übergeben worden, als „politische Schizophrenie“ kritisiert.

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    Tags:
    Robert Mueller, Donald Trump, Russland, USA
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