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    Der türkische Botschafter in den USA, Serdar Kılıç, hat Washington nach dessen Entscheidung über die Lieferung von Waffen an Kurden eine Partnerschaft mit Terrororganisationen vorgeworfen.

    „Ich kann kaum verstehen und Begründungen akzeptieren, dass die USA eine Operation in Rakka unter Einsatz von YPG-Kräften (syrische Kurden – Anm. d. Red.) durchführen sollen, weil es keine Alternative (zu Partnern) auf der Erde gibt. Es gibt die Türkei. Es gibt die Freie Syrische Armee, die erfolgreich die Anti-IS-Einsätze absolviert hat. Ihr könnt und dürft nicht Terrororganisationen im Kampf gegen andere terroristische Organisationen nutzen. Besonders wenn euer Partner sagt, dass diese Terrororganisation, mit der ihr eine Partnerschaft geschlossen habt, ständig die Sicherheit und Stabilität gefährdet“, sagte Kılıç in einer Konferenz zu den amerikanisch-türkischen Beziehungen.

    Der türkische Diplomat fragte dabei, wie man sich in Washington fühlen würde, „wenn die Türkei mit Einsätzen und der Lieferung von Waffen an die Terrororganisation al-Nusra Front beginnen würde“.

    „Die Partnerschaft zwischen den USA und der Türkei ist keine Frage der Wahl. Das ist eine Frage der Notwendigkeit. Die Türkei ist eine der wenigen funktionierenden Demokratien in der Region. Kein anderes Land in der Region außer der Türkei konnte sich adaptieren und sich so erfolgreich an generelle Werte der Freiheit, Demokratie, Menschenrechte, Marktwirtschaft und Rechtsstaatlichkeit halten“, so Kılıç weiter. „Dies unterscheidet die Türkei von anderen Partnern und Verbündeten der USA“.

    Er betonte auch, dass die Türkei und die Freie Syrische Armee mehr als 3000 IS-Kämpfer vernichtet hätten und mehr als 60.000 syrische Flüchtlinge bereits nach Hause in die von der Terrororganisation Daesh (IS, auch „Islamischer Staat“) befreiten Regionen zurückgekehrt seien.

    Am 9. Mai war mitgeteilt worden, dass US-Präsident Donald Trump einem Plan zur Ausrüstung der kurdischen Volksschutzmilizen mit stärkeren Waffen zugestimmt habe. Damit soll ihnen im Kampf gegen die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) geholfen werden. Laut dem Weißen Haus sollen die Kurden damit die syrische IS-Hochburg Rakka zurückerobern.

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    Tags:
    Anti-Terror-Einsatz, Partnerschaft, Kurden, Waffenlieferungen, syrisch-kurdische Volksverteidigungseinheiten (YPG), Rakka, Türkei, USA