05:46 19 November 2019
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    Ob Nato Trump vertraut? Stoltenberg zu Staatsgeheimnis-Verrats-Vorwürfen

    © AFP 2019 / Petras Malukas
    Politik
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    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die Vorwürfe gegen den US-Präsidenten Donald Trump kommentiert, denen zufolge er hochsensible Geheimdienstinformationen dem russischen Außenminister verraten haben soll.

    „Ich vertraue sicherlich allen Verbündeten in jener Hinsicht, dass sie es verstehen, mit nachrichtendienstlichen Informationen in entsprechender Weise umzugehen", sagte Stoltenberg gegenüber Journalisten.

    Vorige Woche hatte der Nato-Generalsekretär betont, er schätze den Informationsaustausch, der in der Nato üblich ist, und vertraue seinen Verbündeten.

    Außerdem kommentierte Stoltenberg die Vorwürfe der USA, Moskau unterstütze angeblich die Bewegung „Taliban" in Afghanistan, indem er äußerte, es seien keine Beweise dafür vorgelegt worden.

    In Bezug auf künftige Interaktionen mit Russland in Europa sagte Stoltenberg, er erwarte von den Bündnisstaaten keine Anforderungen in Bezug auf eine verstärkte Präsenz an der Ostflanke.

    Zudem begrüßte er den Haushaltsentwurf der Vereinigten Staaten, der eine Erhöhung der Militärausgaben für den Schutz der US-Verbündeten in Europa vorsieht.

    Am Mittwoch ist US-Präsident Trump in Brüssel eingetroffen, wo er am Donnerstag am Nato-Gipfel teilnehmen soll. Die Nato-Mitgliedsländer sollen zwei Angelegenheiten behandeln, nämlich eine verstärkte Beteiligung der Allianz an der Terrorbekämpfung und eine faire Verteilung der Finanzlasten auf die Mitgliedsländer.

    Zuvor hatten US-Medien Trump vorgeworfen, dem russischen Außenminister Sergej Lawrow bei ihrem Treffen in Washington vertrauliche Informationen mitgeteilt zu haben. Laut dem TV-Nachrichtensender NBC News soll Trump den russischen Spitzendiplomaten in die Pläne der IS-Terroristen eingeweiht haben, einen Anschlag an Bord eines Passagierflugzeuges zu verüben.

    Dadurch habe Trump das Leben eines israelischen Agenten gefährden können, der in die Terrororganisation infiltriert worden sei, so die Quellen des TV-Senders.

    Bei seinem Wahlkampf hatte Trump die Nato heftiger Kritik unterzogen. Nach seiner Wahl zum US-Präsidenten unterstützte er das Bündnis mit dem Vorbehalt, alle Nato-Mitglieder sollten mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben. In den zwei vergangenen Jahren waren nur fünf Länder dieser Verpflichtung nachgekommen, und zwar die USA, Griechenland, Großbritannien, Estland und Polen.

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    Tags:
    Verrat, Vorwürfe, NATO, Sergej Lawrow, Donald Trump, Jens Stoltenberg, USA