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    Nordkoreas Armee feiert Geburtstag: Hunderte Geschütze feuern Richtung Meer

    Totale Verwüstung: So würde neuer Korea-Krieg ablaufen

    © AP Photo / AP Video/KRT
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    Während in Medien Gerüchte über einen angeblich bevorstehenden US-Angriff auf Nordkorea die Runde machen, orakelt die Zeitung „Military Times“, wie der Krieg ablaufen würde, sollte Nordkorea zuerst zuschlagen.

    Wenn die diplomatischen Anstrengungen scheitern sollten und Nordkorea den 1953 eingestellten Krieg gegen Südkorea wiederaufnehmen würde, würde die in der Region stationierte 2. Infanteriedivision der U.S. 8th Army als erste angegriffen, schreibt die Zeitung. Die Amerikaner würden aber schnell zurückschlagen – mit Luftwaffe, Artillerie und ABC-Truppen.

    Als erstes würden die Amerikaner und die Südkoreaner versuchen, Nordkoreas leistungsstarke Artillerie außer Gefecht zu setzen, die in den Bergen versteckt, jedoch sehr beweglich ist. Das wäre jedoch alles andere als einfach, denn die Geschütze und Haubitzen sind auf Bahngleisen angebracht und können sich – nach dem Abfeuern — schnell neu positionieren.

    Die südkoreanische Armee, die 650.000 aktive Soldaten und drei Millionen Reservisten zählt, werde den 1,3 Millionen Mann starken nordkoreanischen Truppen auf dem Boden die Stirn bieten müssen. Als Verstärkung könnten die Südkoreaner zunächst nur auf 30.000 US-Soldaten zurückgreifen, die vor Ort stationiert sind. Erst Stunden später würden Marineinfanteristen aus dem amerikanischen Stützpunkt auf Okinawa ins Gefecht ziehen können.

    In den Kontinental-USA würde die 82. Luftlandedivision mobilisiert. Auch amerikanische Truppen auf Pazifik-Stützpunkten und sogar in Europa würden möglicherweise in den Krieg geschickt.

    Nordkoreas Flotte ohne Chancen

    Die nordkoreanische Kriegsmarine würde schon am ersten Kriegstag durch amerikanische Tomahawk-Marschflugkörper völlig vernichtet werden, zitiert die Zeitung den Marineexperten Jerry Hendrix vom Center for a New American Security.
    Nordkoreas Strategie sehen von der Zeitung befragte Experten darin, möglichst schnell weite Gebiete im Süden zu erobern, bevor die US-Verstärkung eintreffe.

    Dafür würden die Nordkoreaner ihre Tunnel benutzen, die sie bereits unter der entmilitarisierten Zone und den Minenfeldern im Grenzgebiet ausgehoben haben, sagen die niederländischen Experten Joost Oliemans und Stijn Mitzer. Nach ihren Angaben ist ein solcher Tunnel mit einer „Durchlasskapazität“ von 20.000 Soldaten pro Stunde bereits von den Südkoreanern entdeckt worden.

    Die nordkoreanische Armee würde Seoul sehr wahrscheinlich nicht einnehmen, sondern umgehen und einkesseln, hieß es.

    Die unweit von der Grenze liegende südkoreanische Hauptstadt befindet sich in Reichweite der nordkoreanischen Artillerie. Ein massiver Beschuss der Millionenmetropole würde zu zahlreichen Opfern und schweren Schäden führen, eine humanitäre Krise und Massenflucht auslösen.

    Millionen von Menschen würden gen Süden stürmen, so die Zeitung weiter. Das dadurch verursachte Verkehrschaos würde die Truppenverlegung erschweren.

    Darüber hinaus könnte Nordkorea amerikanische und südkoreanische Flugplätze im Süden mit chemischen Waffen angreifen, um das Starten von Bombern zu verhindern.

    Welchen Verlauf der Krieg auch nehmen würde, er würde zu vielen Opfern führen – sowohl unter den amerikanischen und südkoreanischen Militärs als auch unter den Zivilisten. Die Zahl der zivilen Todesopfer könnte schon in den ersten Tagen die Opferzahl im seit 2011 andauernden Syrien-Konflikt übertreffen, zitiert die Zeitung weitere Experten.

    Diese zweifeln nicht im Geringsten daran, dass Nordkorea, auch wenn es dem Süden und seinen Verbündeten schwere Verluste zufügen würde, am Ende verlieren würde.

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    Tags:
    Krieg, Südkorea, Nordkorea, USA