08:06 15 November 2019
SNA Radio
    Muskelspiel vor China: US-Kriegsschiff schippert in „Streitgebiete“

    Muskelspiel vor China: US-Kriegsschiff schippert in „Streitgebiete“ – Medien

    © Wikipedia / U.S. Navy / Kenneth Abbate
    Politik
    Zum Kurzlink
    7659
    Abonnieren

    Der amerikanische Navy-Zerstörer „Dewey" ist in von China beanspruchtes Gebiet eingedrungen, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Beamte meldet.

    Der Zerstörer habe im Rahmen einer „Operation zur Bestätigung der Navigationsfreiheit“ die Zwölf-Meilen-Zone um das Mischief-Riff in der Nähe der Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer durchquert, die zum Teil künstlich von China aufgeschüttet worden waren. China sieht diese als seine Hoheitsgewässer an, obwohl es einem Urteil des Schiedsgerichtshofs von Den Haag zufolge keinen Anspruch besitzt.

    Das Manöver sei das erste dieser Art gewesen, seit Donald Trump US-Präsident ist, so die Agentur. Während Peking solche Machdemonstrationen in der Vergangenheit immer wieder als illegal bezeichnete, wollen die USA darin keinen Rechtsbruch gesehen haben.

    „Diese Operationen finden im Einklang mit internationalem Recht statt", sagte Pentagon-Sprecher Jeff Davis dem US-TV-Sender CNN. „Wir fahren mit Schiffen, fliegen und operieren überall dort, wo das internationale Recht das erlaubt."

    Das Südchinesische Meer gehört zum Pazifischen Ozean und liegt südlich von China zwischen Vietnam, Malaysia und den Philippinen. China erhebt Anspruch auf 80 Prozent des 3,5 Millionen Quadratkilometer großen rohstoffreichen Gebietes, durch das außerdem ein Drittel des weltweiten Schiffsverkehrs geht.

    Die ostasiatischen Länder China, Japan, Vietnam und die Philippinen stehen im Konflikt miteinander in Bezug auf die Seegrenzen und Verantwortungszonen im Süd- und Ostchinesischen Meer. Laut China nutzen Länder wie Vietnam und die Philippinen bewusst die Unterstützung der Vereinigten Staaten, um die Spannung in der Region anzuheizen.

    Im Januar 2013 hatten die Philippinen die Ansprüche Chinas auf eine Reihe von Inseln im Südchinesischen Meer vor dem Internationalen Seegerichtshof einseitig angefochten. Peking lehnte die Möglichkeit der Lösung dieser Fragen vor dem internationalen Gerichtshof aber ausdrücklich ab.

    Nach seinem Amtsantritt am 30. Juni 2016 hatte der philippinische Staatschef Duterte Bemühungen zur Anbahnung von Beziehungen zu China und zur Milderung der durch den Territorialstreit ausgelösten Spannung unternommen.

    Jährlich werden Handelswaren im Wert von mehr als fünf Billionen US-Dollar durch das Südchinesische Meer verschifft.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Territorialkonflikt mit China: Philippinen entsenden Truppen
    Duterte befiehlt: Zehn Inseln im Südchinesischen Meer schnellstmöglich erobern
    Südchinesisches Meer: China baut auf strittigen Inseln Objekte mit mobilen Dächern
    Vietnam eröffnet Inselfront – Hanoi puscht Militarisierung des Südchinesischen Meeres
    Tags:
    Territorialstreit, Schiff, US-Zerstörer, Rodrigo Duterte, Donald Trump, Spratly-Inseln, Südchinesisches Meer, Philippinen, Vietnam, Japan, China, USA