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    Südchinesisches Meer

    Peking reagiert scharf auf US-Provokationen in Südchinesischem Meer

    © AFP 2018 / ROLEX DELA PENA / POOL
    Politik
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    Peking ruft laut dem Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lu Kang, die US-Marine dazu auf, das provokative Vorgehen im Südchinesischen Meer einzustellen und die Souveränität sowie die territoriale Integrität Chinas zu respektieren, wie AFP am Donnerstag meldet.

    „Das aktuelle Vorgehen der US-Marine unterminiert die nationale Souveränität und Sicherheitsinteressen, sie können Zwischenfälle auf See und in der Luft auslösen (…)“, zitiert die Agentur den Diplomaten.

    Er rief dabei die USA dazu auf, „die Provokationsaktionen“ zu stoppen.

    Der US-Zerstörer manövrierte demnach in der Nähe der Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer ohne Genehmigung von der chinesischen Seite. Bei der Entdeckung des amerikanischen Schiffes soll die chinesische Flotte es gewarnt haben, den Bezirk zu verlassen.

    Zuvor war mitgeteilt worden, dass der amerikanische Navy-Zerstörer „Dewey“ in von China beanspruchtes Gebiet eingedrungen sei. Es war Reuters zufolge die erste derartige Patrouillenfahrt der USA seit Oktober.

    Das Südchinesische Meer gehört zum Pazifischen Ozean und liegt südlich von China zwischen Vietnam, Malaysia und den Philippinen. China erhebt Anspruch auf 80 Prozent des 3,5 Millionen Quadratkilometer großen rohstoffreichen Gebietes, durch das außerdem ein Drittel des weltweiten Schiffsverkehrs geht.

    Die ostasiatischen Länder China, Japan, Vietnam und die Philippinen stehen im Konflikt miteinander in Bezug auf die Seegrenzen und Verantwortungszonen im Süd- und Ostchinesischen Meer. Laut China nutzen Länder wie Vietnam und die Philippinen bewusst die Unterstützung der Vereinigten Staaten, um die Spannung in der Region anzuheizen.

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    Tags:
    Provokation, Manöver, Souveränität, Zerstörer, Marine, Außenministerium Chinas, Lu Kang, Südchinesisches Meer, USA, China
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