02:35 25 Februar 2020
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    Zum Auftakt des Nato-Gipfels am Mittwoch demonstrierten tausende Menschen in der Innenstadt von Brüssel gegen die Rüstungspolitik der Nato. Auch deutsche Politiker nahmen an der Kundgebung teil und äußerten ihren Unmut über die Politik des Nordatlantischen Bündnisses.

    US-Präsident Donald Trump mit seiner Gattin in Riad
    © REUTERS / Bandar Algaloud/Courtesy of Saudi Royal Court
    Die Nato sei ein Relikt des Kalten Krieges, betont Andrej Hunko, Bundestagsabgeordneter der Partei DIE LINKE, der sich unter die Demonstranten gemischt hatte: „Es wird auf diesem Nato-Gipfel viel über Aufrüstung gesprochen werden, es werden Kriege evaluiert, wie z.B. in der Ukraine oder in Syrien. Möglicherweise werden neue Kriege geplant.“

    Diese Demonstration sei ein wichtiges Zeichen gegen die Aufrüstungspolitik der Nato. Hunko sei sich bewusst, dass dieser einzelne Protest nicht viel in der Nato-Politik bewirken werde. „Um etwas in der Konfrontationspolitik des Bündnisses zu ändern, müsste es eine Massenbewegung werden. Es müssten Millionen auf die Straße gehen. Es müsste sich in Wahlen ausdrücken, so dass der innenpolitische Druck so groß wäre, dass sich hier etwas ändert“, wünscht sich der Politiker.

    Tobias Pflüger und Claudia Haydt von der Partei die Linke
    © Sputnik / Paul Linke
    Tobias Pflüger und Claudia Haydt von der Partei die Linke

    Claudia Haydt, Friedensaktivistin und Mitglied im Vorstand der europäischen Linken bemängelte, dass alles, was bei dem Treffen der Staats- und Regierungschefs beschlossen werde,  in die falsche Richtung gehe: „Es soll mehr Geld ausgegeben werden. Es sollen mehr Soldatinnen und Soldaten für den Krieg bereitgestellt werden, mehr Waffen besorgt werden. Diplomatie scheint keine Rolle mehr zu spielen.“

    Bis zu 12.000 Demonstranten versammelten sich am Bahnhof Brüssel Nord und zogen anschließend mit Fahnen und Schildern durch die Straßen des Wirtschfaftsviertels, um u.a. gegen den Nato-Gipfel und den Besuch von US-Präsident Donald Trump zu protestieren.

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    Tags:
    NATO, Deutschland