14:48 25 September 2018
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    Kanzlerin Angela Merkel (l.), US-Präsident Donald Trump bei Nato-Gipfel in Brüssel

    Mehr Geld für Nato: Trump macht Druck in Brüssel

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    US-Präsident Donald Trump hat bei seinem Besuch in Brüssel die Nato-Staaten mit deutlichen Worten aufgefordert, ihre Verteidigungsausgaben zu steigern. Selbst die einstimmig vereinbarten zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts hielt er noch für „unzureichend“, um die Einsatzbereitschaft der Nato-Streitkräfte zu erhöhen.

    2014 hatte die Nato beschlossen, dass alle Mitgliedstaaten ihre Verteidigungsausgaben bis zum Jahr 2024 auf zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung erhöhen sollten. Doch neben den USA erreichten bislang lediglich Griechenland, Estland, Großbritannien und Polen diese Zielvorgabe. Auch Deutschland liegt bei nur 1,2 Prozent.

    23 von 28 Staaten zahlten nicht, was sie zahlen sollten, kritisierte Trump bei seinem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der übrigen Nato-Länder. Dies sei unfair gegenüber den US-Steuerzahlern, meint der US-Staatschef. Nach seiner Einschätzung schulden viele Mitgliedsländer dem Militärbündnis noch „enorme Mengen" Geld.

    Die vereinbarten zwei Prozent seien ein „absolutes Minimum“, um die Bedrohungen der Gegenwart wie den Terrorismus anzugehen, so Trump weiter.

    Nach diesen Worten wirkte auch die deutsche Bundeskanzlerin „beinahe fassungslos“, kurzzeitig seien ihr „die Gesichtszüge entglitten“, schreibt der „Spiegel Online“.

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    Tags:
    NATO, Donald Trump, USA, Brüssel