07:27 24 Februar 2018
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    U-Boot in einem Reparaturhafen

    Gefahr aus der Tiefe: Warum US-Marine russische und chinesische U-Boote fürchtet

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    Gegnerische U-Boote sind auch heute noch die größte Bedrohung für die Flugzeugträger der US-Flotte und die US-Marine im Ganzen. Dave Majumdar von der amerikanischen Fachzeitschrift „The National Interest“ analysierte, warum die US-Seestreitkräfte Angst vor russischen und chinesischen U-Booten haben.

    Während gewöhnlich Antischiffs-Marschflugkörpern und ballistischen Raketen die größte Aufmerksamkeit gewidmet wird, stellen die U-Boote, ausgerüstet mit russischen Torpedos mit einem Kaliber von 533 und 650 Millimeter, die einzige potentielle Bedrohung für US-Flugzeugträger dar. „Ein Torpedo ist eines der wenigen Dinge, der einen Flugzeugträger tatsächlich versenken kann“, sagte der Direktor für strategische Verteidigungsprogramme am Zentrum für neue amerikanische Sicherheit, Jerry Hendrix.

    Die oberste Führung der US-Kriegsflotte bestätigte gegenüber „The National Interest”, dass die U-Boote die größte Bedrohung sowohl für die Flugzeugträger als auch für die Überwasserflotte der USA bleiben. „Das ist seit langem bekannt“, sagte Admiral John Richardson, der Leiter der Marineoperationen. „Das U-Boot ist eine äußerst asymmetrische Waffe, weil es im Schatten bleiben kann… Es ist gegen viele Ortungssysteme resistent, was gewöhnlich der erste Schritt in jeder militärischer Konfrontation ist – man muss immer zunächst die Waffe des Gegners orten.“

    Doch seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 stößt die US-Marine immer häufiger auf starke Rivalen.

    „Wir haben viele Konkurrenten im Unterwasserraum“, sagte Richardson. „Wir können es uns nicht leisten, uns auch nur eine Minute zurückzulehnen, weil in dieser Zeit der Abstand zwischen uns und unserem Gegner aufgeholt werden kann und die Kräfte auf Augenhöhe stehen werden“, sagte der Experte.

    Laut Richardson hat Russland immer sehr komplizierte U-Boote gebaut. „Das ist ein sehr erfindungsreiches Volk, und seine technischen Möglichkeiten wachsen… Aus der Sicht der Waffenkompliziertheit ist Russland tonangebend.“

    China stellt nur in Form der vielen U-Boote, die es hat, eine Bedrohung dar.

    „Bezüglich der Größe hat die chinesische Flotte viele U-Boote“, sagte Richardson. „Einige von ihnen sind tatsächlich schwer zu orten wegen ihres langsamen Ganges – das sind vor allem Diesel-U-Boote mit einem außenluftunabhängigen Antrieb. Sie sind von Anfang an geräuschlos.“

    Die US-Kriegsflotte hat derzeit rund 52 Angriffs-Atom-U-Boote bei einer festgelegten Untergrenze von 48, wie „National Interest“ schreibt. Doch selbst mit 52 U-Booten bemüht sich die US-Marine den Anforderungen im nördlichen Teil des Atlantischen und Pazifischen Ozeans zu entsprechen, während die Flotten Russlands und Chinas ihre Stärke ausbauen. Doch das Problem besteht darin, dass die Anzahl der Atom-U-Boote zum Jahr 2029 auf 41 zurückgehen wird. Doch angesichts der existierenden Bedrohung kann die US-Flotte eine Erhöhung der jetzigen Anzahl ihrer U-Boote erhöhen, weil sie noch vor der Wiederbelebung der russischen und Entwicklung der chinesischen Flotte festgelegt worden war.

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    Wettkampf, Rüstung, U-Boot, Flotte, US-Navy, Russland, China, USA
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