00:51 18 Februar 2018
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    Die Flaggen von den USA und Russland

    „Absoluter Blödsinn“ – Russlands Parlamentsunterhaus zu jüngsten WP-Spekulationen

    © Sputnik/ Maxim Bogodvid/Prisma
    Politik
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    Die russische Botschaft in den USA hält sich zurück mit Kommentaren zu einem Artikel in der „Washington Post“ über ein mögliches Gespräch zwischen dem Botschafter und Trumps Schwiegersohn, bei dem es um einen angeblichen geheimen Kommunikationskanal zwischen den beiden Ländern ging. In der Staatsduma bezeichnete man diesen Artikel als Blödsinn.

    WP hatte am Freitagabend einen Artikel unter Verweis auf US-Beamte veröffentlicht, die angeblich mit den Daten der US-Geheimdienste vertraut sind, dass der Schwiegersohn und engste Berater von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, Anfang Dezember 2016 während eines Treffens mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak im Trump Tower vorgeschlagen habe, einen geheimen Kommunikationskanal zwischen Moskau und Trumps Team zu schaffen. Für dieses Ziel sollten laut Kushner russische diplomatische Vertretungen in den Vereinigten Staaten benutzt werden. WP zufolge soll Kisljak von Kushners Vorschlag bestürzt gewesen sein.

    „Die Botschaft äußert sich nicht zu täglichen Kontakten mit lokalen Ansprechpartnern, die in Übereinstimmung mit der üblichen diplomatischen Praxis stattfinden“, so die Botschaft in einem Kommentar für die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti.

    Der Chef des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus), Leonid Sluzki, bezeichnete die Aussagen über eine angebliche Absprache von Kisljak und Kushner als Unsinn.

    „Ich denke, das ist absoluter Blödsinn, der im Zusammenhang mit Vorwürfen gegen Kisljak sowie dem Verdacht auf angebliche russische Beteiligung bei Trumps Wahlkampagne, Hacker-Attacken und anderen Spekulationen erfolgt, die man nicht ernst nehmen kann“, so Sluzki.

    Zuvor war berichtet worden, dass der US-Inlandsgeheimdienst FBI nach Angaben des TV-Senders NBC Kushner ins Visier genommen hatte. Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass Kushner über relevante Informationen verfügen könnte. Das heiße aber nicht, dass man Kushner eines Verbrechens verdächtige oder ihn belangen wolle.

    In den USA laufen noch immer Ermittlungen zu der angeblichen Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf. Das FBI soll klären, ob es 2016 vor der US-Wahl Absprachen zwischen Russland und Trumps Wahlkampfteam gegeben hat. Der Kreml hat solche Vorwürfe bereits mehrfach zurückgewiesen.

    Tags:
    Spekulationen, Ermittlung, Einmischung, Donald Trump, Sergej Kisljak, Jared Kushner, Russland, USA