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02:43 21 September 2019
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    Parade zum Tag des Sieges auf der russischen Luftbasis Hmeimim in Syrien

    „Syrien-Lektion gelernt“: Russland handelt nun vorausschauend

    © Sputnik / Dmitrij Winogradow
    Politik
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    Wieder hat die russische Luftwaffe eine Gefahr für die Altstadt von Palmyra abwenden können, indem sie rechtzeitig einen Terroristen-Treck vernichtet hat. Dies zeigt vor allem eins: Die russischen Oberbefehlshaber sind dem Terror inzwischen einen Schritt voraus. Dies schreibt die russische Zeitung „Wsgljad“.

    Seit letzter Woche hält die syrische Arme die strategisch wichtige Fernstraße von Damaskus nach Palmyra wieder unter ihrer Kontrolle – erstmals seit 2014. Mit Unterstützung der russischen Luftstreitkräfte haben die Regierungskräfte die Terrormiliz IS aus einem Gebiet von rund 1.000 Quadratkilometern vertrieben. Das ist so groß wie Berlin und Potsdam zusammen.

    Mitte Mai hat die syrische Armee den Militärflughafen Al-Dscharah im Osten der Provinz Aleppo nach erbitterten Kämpfen zurückerobert. Jetzt bereiten die Regierungskräfte eine massive Operation im Osten der Stadt Hama vor, um die Terrorkämpfer von der wichtigsten Versorgungsroute zwischen Homs in der Mitte des Landes und Rakka im Norden zu verdrängen.

    Derweil haben Russlands Luft- und Weltraumstreitkräfte eine Gruppe von über 120 Terroristen vernichtet. Diese Gruppe hatte Rakka auf rund 40 bewaffneten Pick-ups über einen von den kurdischen Einheiten eingerichteten Korridor verlassen. Hier hätten lokale Belange Syriens nationale Interessen ausgestochen, sagt der Politologe und Militärexperte Alexander Perendschijew von der Russischen Plechanow-Wirtschaftsuniversität. Denn die Kurden seien vor allem am Erhalt jenes Territoriums interessiert, das sie für sich beanspruchen:

    „Es interessiert sie am wenigsten, wohin die vertriebenen Terroristen letztlich gehen“, erklärt der Experte laut dem Blatt. Dies den Kurden zum Vorwurf zu machen, sei aber schwierig, betont er zugleich. Deshalb gehe es einzig und allein darum, die Terroristen zu vernichten. „Eine andere Variante gibt es nicht“, so der Politologe.

    Und noch etwas zeige die Vernichtung der 120 Terroristen: Die russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte hätten vorauseilend gehandelt und deshalb den Terroristen-Treck gestoppt. Anderenfalls hätte die Lage um Palmyra sich wieder zuspitzen können.

    „Die Lektionen der Vergangenheit wurden wirklich berücksichtigt“, sagt der Militärexperte. Inzwischen könne der russische Generalstab die Lage angemessen prognostizieren und vorauseilend handeln. „Das ist ein Beweis dafür, dass der Generalstab sowohl sein militärisches Können als auch seine Organisations- und Führungskompetenz gesteigert hat.“

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    Taktik, Erfolg, Terrorbekämpfung, Terrormiliz Daesh, Verteidigungsministerium Russlands, Palmyra, Damaskus, Syrien, Russland