12:42 25 September 2018
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    Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron auf einer Pressekonferenz nach Verhandlungen mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin in Versailles

    Macron: Einsatz von Kampfstoffen in Syrien jenseits der „roten Linie“

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    Frankreich geht davon aus, dass der Einsatz von Kampfstoffen in Syrien jenseits der „roten Linie“ liegt. „Ein Überschreiten der ‚roten Linie‘ würde sofort Anlass für eine Antwort liefern“, erklärte Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron am Montag nach Verhandlungen mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin in Versailles.

    Putin war am gleichen Tag zu einem Kurzbesuch in Frankreich eingetroffen. Bei den Gesprächen mit Macron in Versailles stand das Syrien-Problem ganz oben auf der Tagesordnung. Die beiden Präsidenten vereinbarten die Bildung einer bilateralen Arbeitsgruppe, die sich Problemen des Kampfes gegen den Terrorismus annehmen wird.

    Erörtert wurden auch die Ukraine-Krise, sowie das Atom- und das Raketenprogramm Nordkoreas.

    Die syrische Opposition hatte am 4. April mitgeteilt, dass bei einem Kampfstoffeinsatz in Chan-Scheichun in der Provinz Idlib rund 80 Menschen gestorben waren. Für die Attacke wurde die syrische Regierungsarmee verantwortlich gemacht. Damaskus wies jegliche Anschuldigungen zurück und erinnerte daran, dass die gesamten syrischen Chemiewaffen unter Kontrolle der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) vernichtet worden waren.

    Am 7. April griffen die USA trotz Warnung Russlands einen Stützpunkt der syrischen Luftwaffe mit Marschflugkörpern an – als Vergeltung für die mutmaßliche Chemiewaffenattacke. Abgefeuert wurden insgesamt 59 Raketen.

    Syriens Präsident Baschar al-Assad sagte in einem Sputnik-Gespräch, dass es keine Chemieattacke gab. „Das war eine Provokation, um den Angriff auf den Luftstützpunkt zu rechtfertigen“, erklärte Assad.

     

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    Tags:
    "Rote LInie", Kampfstoffe, Baschar al-Assad, Emmanuel Macron, Syrien, Frankreich