15:02 29 Januar 2020
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    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat gegenwärtigen die Beziehungen zu den USA als schwierig beurteilt. Somit reagierte er auf den jüngsten Tweet des US-Präsidenten Donald Trump, in dem dieser den Handelseinbruch mit Deutschland und die ausbleibenden Nato-Zahlungen kritisierte.

    “Es stimmt, wir habe eine schwierige Lage in den Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland”, sagte Gabriel am Dienstag in Berlin. “Aber die Vereinigten Staaten sind älter und größer als die jetzige Konfliktlage, und deswegen glaube ich, dass wir auch wieder zu guten Verhältnissen in Zukunft kommen werden.”

    Dazu sei es notwendig, auch bessere Kommunikationsformen zu finden. “Es banalisiert sich jetzt langsam. Es ist, glaube ich, nicht angemessen, dass wir zwischen Bierzelt und Twitter miteinander kommunizieren”, sagte der deutsche Außenminister mit Anspielung auf Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Trump.

    Gabriel warnte in einem Interview für die “Rheinische Post” zudem, dass der amerikanische Staatschef mit seiner Politik die Flüchtlingsströme nach Europa noch weiter vergrößere. “Wer dieser US-Politik nicht entgegentritt, macht sich mitschuldig”, erklärte der Politiker.

    Zuvor hatte Trump via Twitter mitgeteilt, er wolle das Handelsdefizit mit Deutschland bekämpfen und Berlin dazu bringen, deutlich mehr ins Nato-Militärbudget einzuzahlen.

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    Konflikt, Beziehungen, Kommunikationskanäle, Kritik, twitter, Donald Trump, Sigmar Gabriel, USA, Deutschland