18:06 26 November 2020
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    Mehr als 100 Menschen sind in letzter Zeit bei Luftangriffen der US-geführten Anti-IS-Koalition in den syrischen Provinzen Rakka und Deir ez-Zor getötet worden. Dies sagte der stellvertretende UN-Generalsekretär für Humanitäre Angelegenheiten, Stephen O'Brien, bei der Sitzung des UN-Sicherheitsrats.

    „Mehr als 100 Zivilisten, viele von ihnen sind Frauen und Kinder, sind in letzter Zeit den häufigen Luftangriffen gegen IS in den Provinzen Rakka und Deir ez-Zor zum Opfer gefallen“, so O'Brien.

    Vor einer Woche sind bei einem Luftangriff der US-geführten Anti-IS-Koalition auf die von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS, auch Daesh) kontrollierten Stadt Mayadin in der Provinz Deir ez-Zor mindestens 35 Zivilisten getötet worden. Am vorigen Sonntag seien 20 Menschen bei einem Luftangriff der Koalition in Rakka ums Leben gekommen, so die syrische Nachrichtenagentur SANA.

    Der russische Vize-UN-Botschafter Wladimir Safronkow betonte in seiner Rede, die internationale Koalition verletze Syriens Souveränität und Territoriale Integrität, die die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats in mehreren Resolutionen bestätigt hätten.

    „Es macht uns Sorgen, dass viele Zivilisten in der Kampfzone der US-geführten Koalition zum Opfer fallen. Aber wenn sie für Gerechtigkeit plädieren, warum sprechen sie nicht davon?“, appellierte Safronkow an die übrigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats.

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    Tags:
    Luftangriffe, US-Koalition, Terrormiliz Daesh, UN, Stephen O'Brien, Wladimir Safronkow, Deir ez-Zor, Rakka, Syrien