16:35 17 Februar 2020
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    Nach dem Autobomben-Anschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul mit mindestens 90 Toten hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière eine für Mittwochabend geplante Sammelabschiebung nach Afghanistan gestoppt, wie dpa meldet.

    Die Bundesregierung sagte demnach einen für heute geplanten Abschiebeflug nach Afghanistan ab. De Maizière informierte die Abgeordneten des Bundestags Medienberichten zufolge in einer vertraulichen Sitzung des Innenausschusses über seine Entscheidung.

    Grundsätzlich hat die Bundesregierung laut „Spiegel Online“ vor allem Großstädte wie Kabul als relativ sichere Zonen eingestuft, in die abgelehnte afghanische Asyl-Bewerber zurückgebracht werden könnten.

    Im Diplomatenviertel der afghanischen Hauptstadt Kabul hatte es am Mittwochmorgen eine gewaltige Explosion gegeben. Die Detonation soll sich in der Nähe des Sanbak-Platzes ereignet haben — einem großen Verkehrskreisel nahe vieler afghanischer Ministerien. Es handelt sich wohl um einen Autobombenanschlag. Wie die Agentur Pajhwok meldet, sind durch die heftige Explosion in Kabul bereits 90 Menschen getötet und 380 weitere verletzt worden.

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    Asylbewerber, Thomas de Maizière, Kabul, Afghanistan