21:31 15 Dezember 2019
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    Wähler in Wien (Archivbild)

    Vor der Wahl: Österreichs Innenminister glaubt keinen Hacker-Vorwürfen gegen Russland

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    Politik
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    Der österreichische Innenminister, Wolfgang Sobotka, glaubt nach eigenen Worten nicht an die Stichhaltigkeit der Vorwürfe gegen „russische Hacker“, die Wahlkampagnen überall angegriffen zu haben, und sieht die Parlamentswahlen in der Republik im Oktober nicht gefährdet.

    Österreich hat dem Minister zufolge trotz der Erklärungen aus Frankreich und den USA über einen angeblichen Einfluss Russlands auf ihre Präsidentschaftswahlen keinen Grund zu Sorge. Wien sei kein internationaler Spieler im Nahen Osten oder in Libyen, weswegen Russland nicht vorhabe, auf etwas im Land Einfluss zu nehmen, betonte der Minister.

    „Österreich hat eine andere Bedeutung für Russland. Wir sind ein Bindeglied (zwischen dem Westen und Osten – Anm. d. Red.), und Russland verhielt sich gegenüber uns stets sehr rücksichtsvoll“, sagte Sobotka im Radio OE1.

    Sobotka war am 29. Mai in Moskau zu Besuch, wo er sich mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Kolokolzew traf. Bei den Verhandlungen erörterten die Minister den Kampf gegen den Terror, die organisierte Kriminalität sowie gegen Cyberverbrechertum. 

    Die Neuwahlen in Österreich sind auf den 15. Oktober angesetzt.

    Vorwürfe gegen angebliche „russische Hacker“ ertönen praktisch regelmäßig aus dem Mund europäischer Politiker, die es aber nicht eilig haben, ihre Worte mit Beweisen zu untermauern. Derartige Beschuldigungen erklangen von Vertretern der US-Demokraten, die bei der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten unterlagen, und jüngst auch aus dem Mund des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Russland hatte die Beschuldigungen, angeblich Einfluss auf die Wahlen genommen zu haben, wiederholt entschieden zurückgewiesen.

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    Tags:
    Bedeutung, Wahlen, Einfluss, Anschuldigungen, Angriffe, Hacker, Wolfgang Sobotka, Russland, Österreich