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    Kunaschir (Kurilen-Inseln)

    Kurilen in Japans Besitz böte Möglichkeit zur Stationierung von US-Truppen – Putin

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    Politik
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    St. Petersburger Internationales Wirtschaftsforum (SPIEF) 2017 (43)
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    Wären die Kurilen-Inseln ein Teil Japans, könnten dort amerikanische Truppen stationiert werden, erklärte Russlands Präsident Wladimir Putin.

    Wenn die Kurilen-Inseln unter japanischer Souveränität stünden, wäre es möglich, dass dort US-Truppen stationiert werden.

    „Dies geht aus dem Vertrag (…) und den unterzeichneten Protokollen hervor“, erläuterte Putin. „Sie werden uns nicht gezeigt, aber im Großen und Ganzen ist uns deren Inhalt bekannt. Ich werde jetzt nicht in die Details gehen, obwohl ich sie kenne. Aber es gibt die Möglichkeit der Stationierung von amerikanischen Truppen auf diesen Territorien“, sagte Russlands Präsident weiter.

    Er betonte dabei, dass diese Situation Russland nicht erschrecke und die Beziehungen zu den USA nicht beeinflussen würde. „Aber wir sehen, was derzeit in den USA passiert – diese Anti-Russland-Kampagne und die Russophobie gehen weiter. Wie sich diese Situation weiter entwickelt, wissen wir nicht. Dies hängt nicht von uns ab. Nicht wir sind die Initiatoren dieses Prozesses. Unter diesen Bedingungen auch nur theoretisch anzunehmen, dass dort heute alles gut ist und morgen Stützpunkte oder irgendwelche Elemente von Raketenabwehrsystemen auftauchen, ist das für uns absolut inakzeptabel.“

    Russlands Präsident sagte außerdem, dass man die Demilitarisierung der Kurilen-Inseln erreichen könnte, es aber viel wichtiger sei, die Spannungen in der Region abzubauen: „Nur so können ernste langfristige Verabredungen getroffen werden.“

    Alle Kurilen-Inseln waren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in den Bestand der UdSSR übergegangen. Japan beansprucht die Inseln Iturup, Kunaschir, Schikotan und die Inselgruppe Chabomai und beruft sich dabei auf das bilaterale Traktat über Handel und Grenzen vom 7. Februar 1855. Die Rückgabe der Inseln stellte Tokio als Bedingung für den Abschluss eines Friedensvertrages mit Russland, der nach dem Zweiten Weltkrieg nicht unterzeichnet werden konnte. Moskau verweist darauf, dass die Südkurilen nach dem Zweiten Weltkrieg der Sowjetunion überlassen wurden, so dass sich Russlands Souveränität in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht über sie erstreckt.

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    St. Petersburger Internationales Wirtschaftsforum (SPIEF) 2017 (43)
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    Stationierung, Wladimir Putin, Kurilen, Japan, USA, Russland