12:07 07 August 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    2418111
    Abonnieren

    Das US-Finanzministerium hat die Sanktionen gegen Nordkorea wegen dessen Raketenprogramms ausgeweitet. Die neuen restriktiven Maßnahmen betreffen einen russischen Bürger und drei in Russland registrierten Unternehmen.

    Auf der neuen Liste steht nun der Russe Igor Mitschurin, der nach Informationen des US-Finanzministeriums Verbindung zum nordkoreanischen Konzern „Korea Tangun Trading Corporation“ haben soll. Die neuen Sanktionen betreffen zudem „Unabhängiges Ölunternehmen NNK“, „Primornefteprodukt“ und Ardis-Bearings LLC.

    NNK wurde auf die Sanktionsliste gesetzt, weil das Unternehmen der amerikanischen Finanzbehörde zufolge angeblich einen Ölliefervertrag mit Pjöngjang unterzeichnet hat, und bereits Ölprodukte im Wert von über einer Million Dollar geliefert haben soll. „Primornefteprodukt“ geriet seinerseits nur deshalb auf die US-Sanktionsliste, weil es eines der Tochterunternehmen von NNK ist.

    Diese Entscheidung Washingtons rief beim russischen Vizeaußenminister Sergej Rjabkow Befremden und Beunruhigung hervor. „Die Motivation dabei, nämlich die Bemühungen der US-Administration zur faktischen Verschlechterung der Wirtschaftslage in Nordkorea – genau so verstehen wir die Handlungen des US-Finanzministeriums – ist für uns absolut inakzeptabel“, betonte der Minister. Die einseitige Sanktionspolitik sei illegitim, illegal, politisch destruktiv und führe keineswegs zu den gewünschten Ergebnissen, so Rjabkow weiter.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    US-Schlag gegen Nordkorea: Wahrscheinlichkeit maximal
    Japan will „zusammen mit USA“ Nordkorea zügeln
    Nordkorea bezeichnet US-Sanktionen gegen Kim Jong-un als Kriegserklärung
    US-Sanktionen zum Trotz: Mittelschicht in Nordkorea existiert tatsächlich
    Tags:
    Öllieferung, Verbindungen, Unternehmen, Sanktionen, US-Finanzministerium, Sergej Rjabkow, Nordkorea, USA, Russland