11:44 20 Februar 2020
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    Kein Frieden im Donbass (2017) (211)
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    Der Abgeordnete des Volksrates der selbsterklärten Donezker Volksrepublik (DVR) Miroslaw Rudenko hat sich zu der Idee der Europäischen Union, der Ukraine 50 Millionen Euro für die Wiederherstellung der zerstörten Infrastruktur im Donbass bereitzustellen, skeptisch geäußert.

    In einem Interview für das Portal Life.ru sagte Rudenko, dass das europäische Programm zum Wiederbeleben der vom Krieg betroffenen Territorien im Donbass zum Scheitern verurteilt sei. Die meisten Geldmittel würden bei Kiewer Beamten bleiben.

    „So viel uns bekannt ist, stellt Kiew faktisch keine Geldmittel für die Wiederherstellung der von ihm besetzten Territorien des Donbass bereit. Bis jetzt gibt es zerstörte Infrastruktur-Objekte in Slawjansk, obwohl die Kampfhandlungen dort vor drei Jahren beendet wurden. Sie sagen, das  sei ihr eigenes Territorium, und verhalten sich dabei als Fremde. Ich bin überzeugt: Das EU-Geld wird nicht in den Donbass gelangen. Im besten Fall würden großtuerisch ein bis zwei Projekte organisiert. Das übrige Geld wird bei den Dienststellen von Kiewer Beamten bleiben“, so Rudenko.

    Ihm zufolge wäre es logisch, dass Europa nicht nur für die von Kiew  kontrollierten Territorien des Donbass, sondern auch für die selbsterklärten Republiken Donezk und Lugansk Geld bereitstelle. Diese seien durch die Kampfhandlungen, darunter auch durch ukrainischen Artilleriebeschuss,  besonders stark betroffen gewesen, so der Abgeordnete.

    Die EU diskutiert laut dem ukrainischen Parlament über die Bereitstellung von 50 Millionen Euro für den Wiederaufbau der Infrastruktur im Donbass, wie der Pressedienst der Werchowna Rada unter Berufung auf den EU-Kommissar für Europäische Nachbarschaftspolitik, Johannes Hahn, mitteilte.

    „Der EU-Kommissar Johannes Hahn hat sich positiv zur Wiederherstellung der Objekte der städtischen Infrastruktur in Mariupol geäußert und mitgeteilt, dass die Europäische Union derzeit die Gewährung von zusätzlich 50 Millionen Euro an die Ukraine für die Umsetzung humanitärer Projekte und die Wiederherstellung der städtischen Infrastruktur erwägt“, heißt es auf der Webseite des Parlaments.

     

     

     

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    Programm, Wiederaufbau, selbsterklärte Volksrepublik Lugansk LVR, selbsterklärte Volksrepublik Donezk DVR, EU, Johannes Hahn, Donbass, Ukraine