14:35 14 Dezember 2019
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    Eine Turmspitze am Moskauer Kreml und eine russische Flagge

    Fünf Länder, die Russlands Zukunft bestimmen sollen – „Time“

    © Sputnik / Kirill Kallinikov
    Politik
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    Während die Welt die Aufmerksamkeit auf die komplizierten Beziehungen zwischen Moskau und dem Westen richtet, dürfen fünf Länder, die zu einem großen Teil Russlands Zukunft bestimmen werden, nicht vergessen werden, heißt es im aktuellen „Time“-Magazin.

    Demnach steht auf der ersten Stelle China, von dessen Partnerschaft vieles abhänge. Der Autor des Artikels glaubt offenbar nicht, dass die Beziehungen zwischen Moskau und Peking je in eine echte Freundschaft übergehen würden. Denn indem Peking gerne mit Russland handle, konkurriere es auch gleichzeitig um den Einfluss in Mittelasien. Im Allgemeinen sei Peking mit der existierenden Lage in der Weltarena zufrieden, doch Russland wolle sie grundsätzlich ändern, heißt es.

    Das zweitwichtigste Land, von dem Russlands Zukunft abhänge, sei Japan. Dank diesem Land könne sich Russland mit der Modernisierung seiner Industrie befassen. Allerdings seien die bilateralen Beziehungen von dem Streit um die Kurilen angeschlagen, merkt das „Time“-Magazin an.

    Ein weiteres wichtiges Land sei Saudi-Arabien, mit dem Russland im Syrien-Konflikt zwar an verschiedenen Seiten stehe, mit dem es jedoch die Situation mit den Ölpreisen habe regeln können.

    Die vierte Stelle nimmt laut dem Blatt die Türkei ein. Die Beziehungen zu diesem Land seien von Vorfällen überschattet worden, die auch Anlass für einen Krieg hätten sein können: das abgeschossene Flugzeug sowie die Ermordung des russischen Botschafters in Ankara. Allerdings gebe es bei Ankara und Moskau immer mehr Gründe für engere Beziehungen, abgesehen von den Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf die Rolle des Präsidenten der Arabischen Republik Syrien, Baschar al-Assad, und den Status der dortigen kurdischen Territorien.

    Die letzte Stelle auf der Rangliste nehme das krisenumfasste Venezuela ein. Infolge dessen, dass die staatliche Ölgesellschaft PDVSA, die den amerikanischen Ölkonzern Citgo besitze, 49,9 Prozent seiner Aktien an den russischen Konzern Rosneft verkauft habe, sei Russland nur einen Schritt von der Anschaffung der Kontrollmajorität der Citgo-Aktien entfernt. Dank diesem Deal werde Russland die wichtigen ölverarbeitenden Kapazitäten der USA unter seine Kontrolle bekommen, so die Zeitschrift.

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    Tags:
    Ölgesellschaft, Streit, Beziehungen, Partnerschaft, Rangliste, Rosneft, Citgo, PDVSA, RIA Novosti, Time, Baschar al-Assad, Mittelasien, Syrien, Ankara, Kurilen, Venezuela, Türkei, Saudi-Arabien, Japan, China, Russland