03:28 15 November 2019
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    Explosion einer Atombombe (Symbolbild)

    Israels geheime Atom-Pläne aus 1967 bekannt geworden – Forschungszentrum

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    Israel hat einst einen geheimen Plan für den Atombombeneinsatz gegen Ägypten im Fall seiner Niederlage im Sechstägigen Krieg im Nahen Osten im Jahr 1967 entwickelt. Dies berichtet das Internationale Woodrow-Wilson-Forschungszentrum unter Verweis auf freigegebene Daten.

    Demnach soll Israel während der Krise 1967 seine ersten Atomeinrichtungen gebaut haben. Zur gleichen Zeit hätten hochrangige israelische Beamte die Möglichkeit einer Atomexplosion im Rahmen einer kaum wahrscheinlichen Entwicklung nach dem Szenario vom Tag des Jüngsten Gerichts behandelt, heißt es.

    Es sei geplant gewesen, dass der Sprengstoff als eine halb zusammengebaute, „spinnenartige“ Einrichtung mit Atomladung und Zündkabeln auf der Sinai-Halbinsel deponiert und auf Befehl von Israels Premierminister freigeschaltet werde.

    Ferner schreibt das Zentrum, dass die ziemlich geringe Atomladung nur als Warnsignal für den Gegner dienen und diesem keinen großen Schaden zufügen sollte.

    Die neuen Angaben stammen aus dem Interview des Brigade-Generals der israelischen Armee Yitzhak   Yakov, der im Jahr 1967 als Hauptglied zwischen den israelischen Militärs und der zivilen Rüstungsindustrie, die auch für das Atomprojekt zuständig war, fungierte.

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    Tags:
    Warnsignal, Geheimpläne, Atombombeneinsatz, Explosion, Woodrow Wilson Center, Yitzhak Yakov, Naher Osten, Sinai-Halbinsel, Ägypten, Israel, USA