06:52 11 Dezember 2019
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    US-Wahl: NSA erhebt Vorwürfe gegen russischen Militärgeheimdienst - Kreml kontert

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    In seinem jüngsten Bericht wirft der US-Geheimdienst NSA dem russischen Militärgeheimdienst GRU vor, wenige Tage vor der Präsidentenwahl in Wählerregistrierungssysteme eingedrungen zu sein. Dies berichtet das Portal „Intercept“, dem der entsprechende Bericht zugespielt worden sein soll. Der Kreml weist die Vorwürfe entschieden zurück.

    Der GRU habe im Vorfeld der Wahl mittels Cyberattacken Betreiber der Software zur Wählerregistrierung mit sogenannten Phishing-Mails angegriffen, heißt es in dem Dokument.

    „Mitarbeiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU haben Cyberspionage gegen eine US-Firma im August 2016 betrieben, offenbar um Informationen über Softwares zu erhalten, die mit den Wahlen verbunden waren“, zitiert das Portal aus dem Bericht.

    Die Phishing-Mails enthielten demnach Word-Dokumente, die möglicherweise mit einer Schadsoftware infiziert waren. Wenn die Dokumente geöffnet wurden, installierte sich diese auf den Rechnern und gab den Hackern volle Kontrolle über sie, heißt es weiter.

    Wie erfolgreich die Angriffe gewesen seien und welche Daten die Hacker erbeuten konnten, sei jedoch nach wie vor unklar.

    Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, kommentierte am Dienstag den Intercept-Artikel. Moskau habe keine Argumente gehört, die diese Vorwürfe untermauern würden. Der Kreml weise diese Vorwürfe deshalb entschieden zurück.

    „Außer dieser Behauptung, die überhaupt nicht der Wirklichkeit entspricht, haben wir keine anderen Informationen gesehen und haben keine Argumente gehört, die die Echtheit dieser Daten belegen würden. Daher bestreiten wir entschieden die Möglichkeit, dass so etwas passieren konnte“, so Peskow.

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    Tags:
    Hackerangriff, Wahlen, NSA, USA, Russland