06:32 21 September 2020
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    Mit dem erneuten Angriff auf die syrischen Regierungstruppen hat die US-geführte Militärkoalition nach Einschätzung des russischen Außenministeriums nicht nur das Völkerrecht gebrochen, sondern auch negative Fakten am Boden geschaffen.

    Die Angriffe auf syrische Regierungstruppen haben die Situation am Boden negativ beeinflusst und eine politische Lösung erschwert“, sagte der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow am Mittwoch. „Die Begründung des US-Militärs sind schon allein deshalb zweifelhaft, weil die angegriffenen Strukturen keinerlei militärische Bedrohung für die US-geführte Anti-IS-Koalition darstellten“, so der russische Diplomat.

    Ihm zufolge wollen die USA mit solchen Angriffen de facto dort Sicherheitszonen in Syrien schaffen, wo es ihnen gewogen ist. „Wir hingegen schlagen vor, Zonen für die Deeskalation zu vereinbaren.“ Doch bei Washington seien die russischen Vorschläge auf keine konstruktive Reaktion getroffen.

    Die US-geführte Koalition, die Syrien seit 2014 gegen den Willen der gesetzlichen Regierung in Damaskus bombardiert, griff am Dienstag die Regierungstruppen in einer zum Schutz von Zivilisten eingerichteten Deeskalationszone im Raum von At Tanf an. Zuletzt hatte es in der Region am 18. Mai einen ähnlichen Luftangriff gegeben.

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete den neuen Angriff, bei dem mindestens zwei Soldaten getötet wurden, als „Aggressionsakt, der die Souveränität und territoriale Einheit Syriens verletzt“. Lawrow verwies darauf, dass die syrische Regierungsarmee im Kampf gegen die Terroristen am Boden am wirksamsten sei.

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    Tags:
    Syrien, USA