22:55 22 Oktober 2017
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    Pjöngjang, Nordkorea

    Pjöngjang spuckt bedrohliche Töne

    © Sputnik/ Ilja Pitaljow
    Politik
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    Der Vorsitzende des nordkoreanischen Kommitees zur Verteidigung des Friedens hat laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA "versprochen", dass sein Land Japan noch eher zu Asche zerlegt, als es das mit den USA tut.

    Demnach sollte sich Japan tatsächlich einmal Gedanken über seine Sicherheit machen, "sich von der feindlichen Politik gegenüber Nordkoreas lossagen und die US-amerikanischen Militärstützpunkte von ihrem Gelände entfernen", hieß es in der Mitteilung. Tokio solle sich darüber im Klaren sein das "der Archipelag sogar noch vor den USA in Asche verwandelt werden" könne, sollte etwas Unvorhergesehenes passieren und sich der Staat gegenüber Nordkorea weiter so feindlich verhalten.

    Ein Inselstaat wie Japan, heißt es weiter, sollte sich "angesichts einer unbesiegbaren und gnadenlosen Atommacht nicht auf irgendwelche Abenteuer einlassen".

    Zuletzt meldete die japanische Agentur Kyodo unter Berufung auf Regierungsvertreter, dass die am Mittwochabend in Nordkorea abgeschossenen Flugkörper keine ballistischen Raketen gewesen seien. Sie sollen von Nordkorea aus etwa 200 Kilometer — etwa ein Drittel der Distanz bis zur japanischen Küste — zurückgelegt haben und dann abgestürzt sein. Der Absturz wiederum sei in einer ausschließlichen Wirtschaftszone Japans erfolgt.

    Die südkoreanische Agentur Yonhap konkretisiert derweil, dass es sich bei dem Raketenstart um Marschflugkörper gehandelt habe.

    Zuvor hatte das Stabskommitee Südkoreas mitgeteilt, dass im östlichen Nordkorea-Gebiet Wonsan erneut gleich mehrere ballistische Raketen abgeschossen worden wären, womöglich zur Vernichtung von Schiffen. Auch die japanische Regierung war zunächst von einem Start ballistischer Raketen ausgegangen.

     

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