13:24 25 September 2017
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    Katar-Krise: Ermittler nennen Hacker-Quelle

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    Katars Innenministerium hat die Herkunft des Hackerangriffs auf die staatliche Nachrichtenagentur festgestellt, der schließlich den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Doha und vielen seiner früheren Verbündeten verursachte. Dies schreibt die katarische Zeitung „Ar-Raya“ am Donnerstag.

    „Die Ermittlergruppe stellte fest, dass das Schadprogramm im April implementiert wurde und später für die Verbreitung von Falschmeldungen genutzt wurde“, so das Ministerium. Die Hacker sollen eine innovative Methode eingesetzt und eine „elektronische Lücke“ auf der Webseite der Nachrichtenagentur ausgenutzt haben. 

    Das Innenministerium des Landes versprach, eine außerplanmäßige Presskonferenz zu den Ergebnissen der Ermittlungen zu geben. Die Ermittlung sei unter Unterstützung der National Crime Agency (NCA) Großbritanniens und der US-Sicherheitsbehörde FBI durchgeführt worden, hieß es.  

    Hacker sollen die staatliche Nachrichtenagentur in Katar geknackt und von dort aus Fake-News-Berichte veröffentlicht haben, was dann zu Spannungen zwischen den USA und ihren Verbündeten wie Saudi-Arabien führen sollte.

    In den möglicherweise gefälschten Meldungen soll sich die katarische Führung positiv über den Iran und Israel geäußert haben. Es soll in dem Bericht außerdem in Frage gestellt worden sein, ob sich US-Präsident Donald Trump im Amt halten könne. Der Inhalt der Falschmeldung soll Saudi-Arabien und weitere arabische Staaten dazu bewogen haben, die diplomatischen Beziehungen mit Katar auf Eis zu legen.

    Tags:
    Ermittlungen, Krise, Fake-News, Angriff, Hacker, Großbritannien, USA, Katar
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