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10:24 20 Oktober 2019
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    Bauarbeiten an der Pipeline Kraft Sibiriens

    Neue Pipelines – Gazprom nimmt Japan ins Visier

    © Sputnik / Alexei Nikolsky
    Politik
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    Der russische Energieriese Gazprom bleibt auf Expansionskurs: Seinen Kunden könnte sich nun auch Japan anschließen. Wie der Vizevorstandschef des Konzerns, Alexander Medwedew, mitteilte, könnte Gazprom eine Gas-Pipeline nach Japan bauen, sollte die Initiative wirtschaftlichen Sinn haben.

    „Ausgehend von den allgemeinen Vorbedingungen, ist nicht auszuschließen, dass es wirtschaftlichen Sinn macht, solch eine Rohrleitung zu bauen“, sagte Medwedew am Donnerstag. „Die Aussichten und die Lage sind gut, alle unsere Geschäftspartner sind auf eine produktive Arbeit eingestimmt.“

    Nach der Verbesserung der Beziehungen zwischen Moskau und Tokio nahmen die beiden Länder nun wieder Verhandlungen über Gaslieferungen auf. Der Lieferumfang werde „vom Schicksaal der Atomenergie“ in Japan abhängen, sowie davon, welche Rolle die Kohle in der Energiebilanz Japans spielen werde, so Medwedew.

    Er räumte außerdem ein, Gazprom und der chinesische Ölkonzern CNPC hätten bereits Verhandlungen zu einer konkreten Frist für Gaslieferungen über die Leitung „Kraft Sibiriens“ aufgenommen.

    VORSICHT GAS! Überschrift auf Rohr der russischen Gaspipline
    © Sputnik / Ewgenij Biyatow
    Wie der russische Präsident Wladimir Putin im Mai mitteilte, gibt es zwischen Moskau und Peking keine Streitigkeiten zum Gaspreis und überhaupt zum Projekt „Kraft Sibiriens“.

    Gazprom und der chinesische Öl- und Gaskonzern CNPC hatten im Mai 2014 nach zehnjährigen Verhandlungen einen auf 30 Jahre befristeten Vertrag über die Lieferung von Erdgas über die Pipeline „Kraft Sibiriens“ nach China abgeschlossen. Die Gesamtlänge der Leitung soll etwa 4.000 Kilometer betragen.

     

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    Tags:
    Verhandlungen, Lieferungen, Gasleitung, Pipeline, Bau, Pläne, Gazprom, Alexander Medwedew, China, Japan, Russland