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14:33 19 August 2019
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    Ex-FBI-Chef James Comey

    Wie glaubwürdig sind Aussagen von Ex-FBI-Chef Comey zu Trumps „Russland-Kontakten“?

    © AP Photo / Cliff Owen
    Politik
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    US-Präsident Donald Trump hat nach Worten von Ex-FBI-Chef James Comey nie gebeten, Ermittlungen zur Einmischung Russlands in die US-Präsidentenwahl 2016 einzustellen. Er selber zweifele nicht daran, dass Russland die US-Wahl zu manipulieren versucht habe, sagte Comey am Donnerstag bei einer Anhörung im Aufklärungsausschuss des Senats.

    Er sagte zur mutmaßlichen Einmischung Russlands in die US-Wahl und zu eventuellen Verbindungen Trumps nach Moskau aus.

    Präsident Trump hatte die Hoffnung auf eine Fortsetzung der Russland-Ermittlungen geäußert. Ich wertete das als einen Befehl aus: Wenn der Präsident sagt ‚ich hoffe‘, dann ist das für mich ein Befehl“, sagte Comey.

    „Der Präsident sagte, alles sei OK, setze die Ermittlungen fort. ‚Ich hoffe, dass alles bekannt wird, dass ich keine Verbindungen nach Russland habe. Es wäre gut, wenn die Menschen erfahren würden, dass all das keine Wahrheit ist‘“, zitierte Comey den Präsidenten.

    Er verfüge über keine Angaben darüber, dass eine mögliche russische Einmischung eine Manipulation mit Wahlzetteln zur Folge gehabt habe, fuhr der Ex-FBI-Chef fort. Er gab auch zu, dass er bestrebt war, die Ernennung eines Sonderanwalts zu Russland-Ermittlungen durchzusetzen. Er wisse auch nicht, ob Präsident Trump die Justiz an ihrer Tätigkeit habe hindern wollen, sagte Comey.

    Das FBI unter Comeys Leitung hatte im Fall einer möglichen Einmischung Russlands in die US-Präsidentenwahl ermittelt. Nachdem Trump Comey am 9. Mai überraschend entließ, wurde bekannt, dass der Präsident Comey ersucht hatte, Ermittlungen gegen Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn einzustellen. Das könnte als Druck gegen die Justiz gewertet werden.

     

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    Aussagen, Anhörung, US-Senat, Donald Trump, Michael Flynn, James Comey, USA