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09:37 18 Juli 2019
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    Puppen von May und Corbyn

    „Eine einzige Farce“: Der britische Wahlkampf mit Memes erzählt

    © AP Photo / Markus Schreiber
    Politik
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    Verzockt: Die Premierministerin Theresa May wollte mit einer vorgezogenen Wahl, da ja alle Umfragen für die Konservativen sprachen, punkten. Nach einer überwältigenden Zurückweisung durch die Wähler sprechen Medien nun von einer kolossalen Fehleinschätzung.

    Mit den Neuwahlen folgte May dem ehrgeizigen Plan, ihre Mehrheit auszubauen und Großbritannien durch die Brexit-Verhandlungen zu führen, musste nun aber stattdessen eine Wahlklatsche einstecken.

    Aber dennoch keine Frührente? Trotz massiver Stimmenverluste und der Kritik ihrer Parteikollegen hat es die britische Premierministerin Theresa May wohl tatsächlich darauf abgezielt, die neue Regierung zu bilden und auch ihren Posten zu behalten.

    Ihr Rivale und Oppositionsführer Jeremy Corbyn forderte sie am Freitagmorgen nach ihrer Wahl-Klatsche jedoch zum Rücktritt auf.

    Mittlerweile sind auch aus der eigenen Partei bereits Rücktrittsforderungen zu hören. Mit den Worten, dass es noch „ zu früh am Tag“ sei, um die Zukunft von Theresa May zu diskutieren, scheint auch Außenminister Boris Johnson sich von der Premierministerin zu distanzieren.

    Nichtsdestotrotz hat die Premierministerin Queen Elizabeth II. besucht, um die Erlaubnis für eine Regierungsbildung zu erbitten.

    Das bedeutet, dass May tatsächlich ein Ministerkabinett bilden und ihren Premierministersessel beibehalten will. Bei der britischen Parlamentswahl haben die Konservativen von Premierministerin Theresa May ihre absolute Mehrheit verloren.

     

    Nach Auszählung fast aller Wahlkreise kommen die Tories auf 317 Mandate, zwölf weniger als bisher. Die oppositionelle Labour-Partei gewann 29 Sitze hinzu und kommt auf 261 Sitze.

    Die Liberaldemokraten, die eine Koalition mit den Tories ausgeschlossen hatten, erhielten vier Mandate mehr und kommen auf zwölf Sitze. Die Schottische Nationalpartei (SNP) verlor 21 ihrer 56 Sitze, die rechtspopulistische Ukip behielt ihren einzigen Sitz im Unterhaus.

    „Theresa May hat gezockt — und es sieht so aus, als ob sie verloren hat. Großbritannien wird bald den Preis für dieses Versagen herausfinden. (…) Sollte die Prognose von letzter Nacht richtig sein, stehen wir vor einer verheerenden Phase von Ungewissheit und Unsicherheit“, schreibt „The Sun“.

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    Tags:
    Sieg, Niederlage, Wahlkampf, Theresa May, Jeremy Corbyn, London, Großbritannien