03:45 06 August 2020
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    Das Arsenal der Cyberwaffen der USA hat sich im vergangenen Jahr bei der Bekämpfung der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) im Internet als unwirksam erwiesen, berichtet die US-Zeitung „New York Times“ am Montag unter Berufung auf frühere und amtierende Amtspersonen der USA.

    Das Pentagon habe vor knapp einem Jahr „die Eröffnung einer neuen Front“ im Kampf gegen den IS bekannt gegeben, wobei Waffen benutzt werden sollten, die die USA bis dahin größtenteils gegen Russland, China, den Iran und Nordkorea eingesetzt hatte, so die Zeitung. Die neue Aufgabe habe darin bestanden, via Internet die Anwerbung, die Propaganda des Extremismus, die Bezahlung von Extremisten und den Informationsaustausch zwischen Feldkommandeuren faktisch total zu paralysieren.

    Doch die Amerikaner hätten recht schnell eingesehen, dass IS-Fachleute sich an den Einsatz von Cyberwaffen schnell anpassen und immer neue Methoden zur Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit im Netz finden können.

    Beredte Beispiele dafür seien die jüngsten Terroranschläge in Großbritannien und im Iran. Die Operation „Glowing Symphony“ der Agentur für Nationale Sicherheit (NSA) und des Cyberkommandos der US-Streitkräfte im November 2016 habe nur einen zeitweiligen Erfolg gehabt, so die Zeitung.

    Die Enttäuschung über die Operation sei derart groß gewesen, dass die Obama-Administration versucht habe, den NSA-Direktor und Chef des Cyberkommandos der Streitkräfte, Admiral Michael Rogers, abzusetzen, der nach Meinung von Washington allzu sehr auf traditionelle Spionage-Formen und Diversionen gegen feindliche Staaten konzentriert gewesen sei.

    Rogers wurde jedoch in seinem Amt belassen, als Informationen über die Absicht des neuen Präsidenten Donald Trumps auftauchten, Rogers zum Direktor des nationalen Aufklärungsdienstes zu ernennen, in dem alle 16 Geheimdienste der USA zusammengefasst sind.

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    Tags:
    Cyberwaffen, Kampf, IS, NSA, Michael Rogers, Donald Trump, USA