09:44 26 Juni 2019
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    Soldat der US-Armee imitiert eine schwere Verletzung bei Übungen (Archivbild)

    Mordsmäßig stark: Russische Propaganda „tötet“ US-Armee – Zeitung

    CC BY 2.0 / The U.S. Army/U.S. Air Force/Samuel King Jr. / Casualty Response Training
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    Wenn US-Soldaten amerikanischen Leitmedien nicht trauen, kann es ja nicht mit rechten Dingen zugehen – erst recht nicht, wenn sie zu alternativen Quellen aus Russland greifen. Dann bedroht nämlich die russische Propaganda das US-Militär, wie die Zeitschrift „Politico“ berichtet.

    Russische Agenten tarnen sich als attraktive Frauen und infiltrieren Facebook. Dort ziehen sie Geheiminfos aus US-Soldaten heraus und können außerdem Propaganda veröffentlichen, die dann in der Timeline der Soldaten erscheint, wie „Politico“ schreibt.

    Hubschrauber der US. Navy
    © REUTERS / U.S. Navy
    Geht es um die Lage in Syrien etwa „zitieren die US-Kriegsveteranen auf ihren Portalen regelmäßig Artikel des russischen Instituts für Nahoststudien, einer Einrichtung der Russischen Akademie der Wissenschaften“, schreibt das Blatt.

    Und dass es einmal so weit kommt, hätte wohl niemand gedacht: US-Soldaten rühmen die Heldentat des russischen Oberstleutnants Alexander Prochorenko, wie die Zeitschrift schriebt. Dieser hat sich in Syrien in 2016 geopfert: Nachdem er von Terroristen umzingelt worden war, lenkte er das Unterstützungsfeuer der russischen Armee auf sich. Die Nachricht von dessen Tod sei „propagandistisch“ und „ungeprüft“, so das Blatt.

    Dass US-Soldaten in den sozialen Netzwerken Bewunderung für Prochorenkos Tat zum Ausdruck brachten, kann laut dem Blatt auch die ehemalige US-Soldatin Serena Moring bestätigen. Wegen dieser Bewunderung sei sie sehr besorgt gewesen – wie auch deshalb, dass ihre Kameraden zu „Putin-Verehrern“ geworden seien.

    Derartige Sympathie für Russland sei indes nichts Anderes als die Folge einer „geplanten Kreml-Kampagne“, weiß laut dem Blatt auch der US-General Philip Breedlove, ehemalige Oberbefehlshaber der NATO-Kräfte in Europa.

    Das Pentagon sei offenbar besorgt, schreibt „Politico“ – obwohl das US-Verteidigungsministerium die Propaganda-Vorwürfe der Zeitschrift an Moskau nicht kommentiert hat. Das Ministerium bemühe sich lediglich darum, das Bewusstsein der Mitarbeiter für die neuen Gefahren im Cyberspace zu schärfen, hieß es.

    Doch für die Zeitschrift steht eines sowieso fest: Die „Kreml-Kampagne“ könne für die Fähigkeit der US-Soldaten Folgen haben, „einer künftigen russischen Aggression Widerstand zu leisten“.

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    Tags:
    Fake-News, Ermittlung, Anschuldigungen, Propaganda, US-Armee, Politico, NATO, Philip Breedlove, Syrien, Russland, USA