23:25 17 November 2019
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    Recep Tayyip Erdogan

    Erdogan setzt Katar-Blockade mit Todesstrafe gleich

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    Politik
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    Als „unmenschlich” und den „islamischen Werten widersprechend“ hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Isolierung Katars verurteilt. Dies teilt die Agentur Reuters am Dienstag mit.

    Erdogan verglich den Abbruch der Beziehungen zu Doha durch mehrere arabische Länder mit der „Todesstrafe“.

    „Ein gravierender Fehler wird in Bezug auf Katar gemacht, die Isolierung eines Landes in allen Bereichen ist unmenschlich und widerspricht den islamischen Werten. Es wirkt so, als hätte man Katar zum Tode verurteilt“, sagte Erdogan vor Mitgliedern der Regierungspartei AKP in Ankara.

    Erdogan verteidigte Katar zudem gegen die Vorwürfe, es würde den Terrorismus unterstützen. „Katar hat die entschlossenste Position gegen die Terrormiliz ‚Islamischer Staat‘ gezeigt“, betonte er. Das Land zu einem Sündenbock zu machen, sei nicht zweckmäßig.

    Am 5. Juni hatten Ägypten, Saudi-Arabien, Bahrain, die VAE und andere den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Katar verkündet, wobei sie Katar der Unterstützung von terroristischen Organisationen und der Destabilisierung  der Situation im Nahen Osten beschuldigten. Doha weist die Vorwürfe zurück.

     

     

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    Tags:
    Blockade, Islam, Todesstrafe, Recep Tayyip Erdogan, Katar, Türkei